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Sieg im St. Georg Special: Don Domingo überrascht Kanerva

Münster

Viele gemeinsame Erfahrungen haben Emma Kanerva und Don Domingo noch nicht. Erst im vergangenen Jahr wagten die beiden erstmals Turnierauftritte, in der Halle waren sie nur einmal am Start. Beim zweiten in Münster schlug das Paar dann gleich zu.

Von Henner Henning

Emma Kanerva und Don Domingo waren im St. Georg Special mit 71,545 Prozent das beste Paar. Foto: Jürgen Peperhowe

Emma Kanerva war ein wenig verwundert, wie sich Don Domingo in der Messehalle Nord präsentiert hatte. Aber auf positive Art und Weise. „Ich war selbst überrascht, wie er das alles gemacht hat“, sagte die Finnin, die mit dem neunjährigen Wallach kurz zuvor die Youngster-Prüfung für sieben- bis neunjährige Pferde (St. Georg Special) gewonnen hatte. „Ich bin total glücklich und sehr zufrieden.“ Über den Sieg und die 71,545 Prozent, mit denen sie Florine Kienbaum mit Emilia Galotti (70,712 Prozent) auf Rang zwei verwies.

Es war erst das zweite gemeinsame Hallenturnier für die 37-jährige Finnin und Don Domingo, dem sie viel Vermögen attestiert. „Alle drei Grundgangarten sind sehr gut, er hat eine schöne Galopptour und wächst mit den Aufgaben“, erklärte Kanerva. Nicht immer „ganz unkompliziert“ sei ihr sportlicher Partner, daher hatte sie vor dem Start in Münster auch leichte Zweifel. Immer gerne komme sie zu diesem Turnier, die Halle aber sei nicht einfach. Doch Don Domingo meisterte diese Prüfung, auch dank des „Vertrauensverhältnisses, das wir uns aufgebaut haben. Er ist ein ganz tolles Pferd“.

Damit es Don Domingo vielleicht einmal auf das höchste Level schafft, dafür arbeitet Kanerva mit dem Wallach, entwickelt ihn weiter. Sie selbst hat den Sprung längst gemeistert. Seitdem sie 2006 bei Hubertus Schmidt die Lehre absolviert hatte, führte ihr Weg nach oben. Schon 2012 war die in Mikkeli geborene und in Stade lebende Kanerva Olympia-Teilnehmerin, war bei Welt- und Europameisterschaften dabei. Ihre nächsten großen Stopps werden in Neumünster und im niederländischen 's-Hertogenbosch beim Weltcup sein, in dem sie derzeit auf dem 16. Rang liegt.

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