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Reiten: Agravis-Cup

Teamspringen der Altkreise: Coesfeld feiert Titelverteidigung

Münster

Die Teamspringen beim Agravis-Cup 2023 waren nicht die Sache für die Mannschaften des Reiterverbands Münster. Auf das schwache Abschneiden am Westfalentag lief es auch im Wettkampf der Altkreise nicht besser. Dagegen jubelte Titelverteidiger Coesfeld.

Von Henner Henning

Dem Team des Altkreises Coesfeld bescherten (v.l.) Markus Terhechte, Pauline Klein-Günnewick, Helena Schrief und Felix Merschformann den Sieg, zudem Sponsor Stefan Homann gratulierte. Foto: Jürgen Peperhowe

Oliver Schulze Brüning nahm es mit Humor. „Ich denke, wir werden wie der DFB nach der schwachen WM eine Taskforce einrichten“, scherzte der Turnierchef, der gleichzeitig beim Agravis-Cup die Spring-Mannschaften des gastgebenden Reiterverbands Münster betreute. Mit wenig Erfolg: Nachdem am Westfalentag am Mittwoch seine Equipe den 13. Platz unter 15 Teams belegt hatte, wurde Münster nun am Donnerstag im Wettkampf der Altkreise Siebter und damit Letzter.

Aus dem Quartett blieb einzig Reinhardt Lütke Harmann mit Calaro fehlerfrei, Schlussreiterin Sophia Nor­diek hatte im Sattel von Sheldon Pech mit dem Abwurf am finalen Hindernis. Auch Laura Aydin steuerte mit Javia vier Strafpunkte bei, die Schwedin Lina Renström lieferte mit Vespucci und acht Zählern das Streichergebnis.

Derweil spitzte sich der Kampf um den Titel zu. Das Team Tecklenburger Land hatte sich mit drei Nullrunden in Position gebracht, gar ein lupenreines Ergebnis brachten die vier Reiterpaare des Altkreises Lüdinghausen mit Uma Kroker, Amelie Tönnissen, Johanna Bücker und Eike Thamm ins Ziel, lagen aber eine Nuance hinter den Nordmünsterländern.

Terhechte mit der Punktlandung

So lag es an Markus Terhechte, ob der Altkreis Coesfeld seinen Titel aus dem Jahr 2020 verteidigen konnte. Felix Merschformann mit Bella und Helena Schrief mit Cookie hatten zwei perfekte, zügige Runden vorgelegt, Pauline Klein-Günnewick mit Cleiner Carthilago Pech, als wie bei Nordiek die Stange am Schlusssprung fiel. Terhechte musste eine Null liefern, dazu eine fixe. „Reite so schnell du kannst“, gab es am Ausritt als Tipp mit auf den Weg in den Parcours – und der war offenbar zielführend. „Es hat ganz gut geklappt, ohne dabei zu viel Risiko zu gehen“, sagte Terhechte, der mit Queen Jenny eine Top-Linie samt Abkürzung vor der Kombination erwischte. Fehlerfreie 52,76 Sekunden reichten nicht nur für den Teamsieg, es war gleichzeitig auch die beste Runde aller Starter. Eine Punktlandung

„Wir hatten es uns mit dieser Aufstellung so erhofft. Beide hatten am Nachmittag ja schon Springen gewonnen“, sagte Mannschaftsführer Heiner Messing, der seit gut einem Vierteljahrhundert dabei ist und für 2023 ein Ziel hat: den Hattrick. „Das wäre schön. Wir haben in all den Jahren schon öfter zweimal hintereinander gewonnen. Dreimal aber noch nie“, so Messing.

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