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„Spannendes Starterfeld“

Mit Schwung ins neue Jahr

Münster

Am Freitag greifen die Springreiter in das Geschehen beim Agravis-Cup ein. Trotz der Konkurrenz ist es Turnierchef Oliver Schulz Brüning gelungen, „ein spannendes Starterfeld um den deutschen Meister Mario Stevens auf die Beine zu stellen“. Mit dabei ist dann auch Philipp Schulze Topphoff.

Zurück im Sattel, zurück in der Halle Münsterland: Philipp Schulze Topphoff, der 2022 nach zwei Stürzen lange pausieren musste, geht beim Agravis-Cup auf Schleifchen-Jagd – und muss sich dabei der Konkurrenz um Mario Stevens, Felix Haßmann oder Katharina von Essen stellen. Foto: Jürgen Peperhowe

Das Seuchenjahr 2022 mit zwei schweren Stürzen und daraus resultierenden monatelangen Pausen ist für Philipp Schulze Topphoff endgültig abgehakt, der 24-Jährige ist bereit für neue Taten. Erste soll es schon beim Agravis-Cup in der Halle Münsterland geben, an die er beste Erinnerungen hat. Vor drei Jahren, bei der bislang letzten Auflage des Traditionsturniers, wurde er im Großen Preis hinter dem belgischen Duo Andres Vereecke und Gilles Thomas Dritter mit Concordess, hatte zudem mit seiner Top-Stute die erste Qualifikation für das abschließende Springen gewonnen.

Nicht nur deswegen freut sich Schulze Topphoff, dass er 2023 mit einem Heimspiel beginnen und vielleicht ­direkt wieder durchstarten kann. „In Münster dabei zu sein, ist immer schön und für mich selbstverständlich“, sagt der frühere U-21-Europameister, den die Stürze und ihre Folgen bei seinem Comeback im Herbst schon noch beeinträchtigt hatten. „So routiniert wie davor war ich sicher noch nicht wieder. Aber es wird immer besser“, meint der für den RV Roxel startende und in Havixbeck lebende Springreiter.

Schulze Topphoff hat sich einiges vorgenommen

Dass er sich stetig weiter seiner Top-Form, die er vor seinem Verletzungspech regelmäßig abgerufen hatte, nähert, zeigte er in Genf auf der U-25-Tour. Mit Clemens de la Lande wurde er im Großen Preis Vierter, nachdem er tags zuvor in der Qualifikation schon den zweiten Rang belegt hatte. „Clemens ist gut drauf, insgesamt hatten wir vier Runden ohne Abwurf. Das war sehr zufriedenstellend“, sagt Schulze Topphoff.

Clemens de la Lande wird wie Concordess und Carla – welchen seiner Sportpartner er wie und wo in Münster einsetzt, war noch offen – dabei sein. Zudem könnte der achtjährige Vivantus sein Debüt feiern – auch wenn für das groß gebaute Pferd der kleine, enge Parcours in der Halle Münsterland nicht optimal erscheint. „Aber wir probieren es wahrscheinlich mal.“ Keine Frage, Schulze Topphoff hat sich einiges vorgenommen für das Turnier vor der Haustür. „Ich rechne mir schon ein paar Schleifen aus. Ohne fahre ich nicht nach Hause.“

Comeback des Traditionsturniers

Dabei dürfte er in guter Gesellschaft sein, die Konkurrenz wird mit ähnlich ambitionierten Vorsätzen ins neue Jahr starten. Und die kommt namhaft daher, auch wenn die belgische Abordnung um Vereecke und Thomas diesmal nicht den Weg gen Westfalen antritt. Dafür reist der Niederländer Gerben Morsink an, der den ­Agravis-Cup einem Turnier „vor seiner Haustür“ vorzieht. „Er kommt lieber nach Münster. Das zeigt, dass wir ein gutes Standing bei den Reitern haben“, sagt Turnierchef Oliver Schulze Brüning, der sich trotz der internationalen (Weltcup-Event in Basel) und nationalen (Turnier in Neustadt/Dosse) Konkurrenz auf eine „gute Mischung“ in einem „spannenden Starterfeld“ freut. So gesellen sich zu den Routiniers um Mario Stevens, Felix Haßmann, Johannes Ehning, Philipp Rüping oder Hans-Thorben Rüder, der 2011 am Albersloher Weg den Großen Preis gewonnen hatte, eine Schar junger Wilder. Wie etwa Clara Blau, die mit ihrem ungarischen „Wildpferd“ Paul als Deutsche Meisterin der Jungen Reiter ihre Premiere in Münster feiert.

Mit einiger Unterstützung von Familie und Freunden dürfen Katharina von Essen (RV Albachten), die auf ein erfolgreiches Jahr 2022 zurückblickt, und Philipp Hartmann (RFV Handorf-Sudmühle) rechnen. Der Münsteraner ist seit dem vergangenen Frühjahr in Riesenbeck Bereiter im Stall von Ludger Beerbaum und kennt die Halle Münsterland aus früheren Tagen, vertrat etwa den Reiterverband schon in Mannschaftsspringen. Er ist einer der vielen treuen Gäste, die sich das Comeback des Traditionsturniers nicht entgehen lassen.

Weitere Informationen zum Agravis-Cup finden Sie in unserem Special. Und unter folgendem Link steht das gesamte WN-Angebot vier Wochen kostenfrei zur Verfügung: wn.de/digitalbasis

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