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„Bauernolympiade“

Viele neue Gesichter in den Sätteln

Münster

Auch wenn die Vorbereitung bei einigen Mannschaften alles andere als einfach war und störungsfrei verlief, überwiegt überall die Vorfreude. Endlich ist sie zurück, die „Bauernolympiade“, wie der Wettkampf um die Wanderstandarte der Stadt Münster liebevoll genannt wird. 

13 Vereine haben ihr Kommen für den diesjährigen Wettkampf um die Wanderstandarte angekündigt – darunter natürlich auch der Titelverteidiger RV Gustav Rau Westbevern, hier mit der 2020er-Siegermannschaft (o.) und der aktuellen Equipe. Foto: cwfotografie/Jürgen Peperhowe (2)

Fein säuberlich aufgereiht drehte das Sextett des RV Gustav Rau Westbevern seine verdiente Ehrenrunde. Als wollte die Equipe des Rekordmeisters noch einmal demonstrieren, warum sie zum 37. Mal den Wettkampf um die Wanderstandarte der Stadt Münster gewonnen hatte. Der Triumph aus dem Jahr 2020 war der bislang letzte Streich der Mannschaft aus dem Telgter Stadtteil, so eine lange Durststrecke erlebte der Verein zuletzt zwischen 2008 und 2012. Diesmal aber lag es an außersportlichen Gründen, die Corona-Pandemie ließ die „Bauernolympiade“ erstmals seit 1948 wieder ausfallen.

In den vergangenen drei Jahren hat sich viel getan, personell müssen viele Vereine gerade einen Umbruch bewältigen. So auch Westbevern, das künftig etwa ohne Karin und Christian Schulze Topphoff auskommen muss. So bleibt mit Sabine Schulze Beckendorf nur eine routinierte Reiterin. „Der Rest ist sehr jung und unerfahren“, sagt Tanja Alfers, die in bewährter Manier wieder die Equipe vorbereitet. Dabei hatte sie in den vergangenen Tagen und Wochen auch immer wieder mit krankheitsbedingten Ausfällen zu kämpfen, dazu „waren auch einige Pferde angeschlagen“, erklärt Alfers. „Es wird sicher spannend. Mal sehen, was wir erreichen können.“

Viele Team im personellen Umbruch

Nicht ganz sorgenfrei gestaltete sich die Lage auch beim RV Nienberge-Schonebeck. „Es wird immer schwieriger, eine Mannschaft aufzustellen“, sagt Reitlehrerin Angelika Geßmann, die dennoch ein „motiviertes Team“ versammelt hat. Der Standarten-Sieger von 2019 – es war der Premieren-Triumph für den 2013 gegründeten Verein – schickt einen guten Mix ins Rennen, neben Melanie und Sabrina Geßmann, die ein Springpferd reiten wird, sind viele Neulinge dabei.

„Alles etwas im Wandel“, wie auch Emily Bögel vom RV Albachten erzählt. Der dreifache Champion (2001, 2009, 2011) setzt ebenfalls auf eine neu aufgestellte Equipe, die sich mit ihren jungen Pferden aber beim „Test of Choice“ oder beim Springtraining unter Wettkampfbedingungen beim RV Appelhülsen „gut präsentiert hat“. Das Ziel, das sich Albachten gesetzt hat, gibt Bögel nicht preis. „Das bleibt unter Verschluss. Wir wollen wie alle unser Bestes geben, haben dafür seit Oktober fleißig trainiert.“

„Die Vorfreude ist groß“

Das gilt auch für den RV St. Hubertus Wolbeck, der erstmals wieder alleine ein Team gemeldet hat. „Das ist sehr erfreulich. Wir haben eine sehr junge, aber sehr coole Truppe zusammen“, erklärt Lars Cordes als Mannschaftsverantwortlicher. In der soll die erfahrene Sabrina Zur­heiden die Führungsfigur und ihren neuen Teamkolleginnen die nötige Unterstützung geben. „Die Vorfreude ist groß. Wir hoffen, dass sich die Jungen nicht zu sehr einen Kopf machen, wenn es am Donnerstagabend in die Kür geht“, sagt Cordes.

Die eröffnet um 19 Uhr die Startgemeinschaft Handorf-Sudmühle/Zum Rieselfeld, als letzte der 13. Mannschaften geht der RV Albersloh nach Albachten ins Viereck in der wieder ausverkauften Halle Münsterland. Nicht dabei sind dagegen der 14-malige Sieger RV Saerbeck, 2020 noch Zweiter hinter Westbevern, der RV Hiltrup und der ZRFV Bösensell. Dafür aber meldet sich der RFV 1876 Amelsbüren zurück im Kreis der „Bauernolympiade“.

Weitere Informationen zum Agravis-Cup finden Sie in unserem Special. Und unter folgendem Link steht das gesamte WN-Angebot vier Wochen kostenfrei zur Verfügung: wn.de/digitalbasis

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