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Ingrid Klimke vielfach gefordert

Volles Programm im Heimspiel

Münster

Ingrid Klimke, das ist klar, lässt sich das Heimspiel beim Agravis-Cup nicht entgehen. Und auch Anabel Balkenhol nimmt die kurze Anreise allzu gerne auf sich, um in der Halle Münsterland dabei zu sein. Die beiden Reiterinnen sind zwei prominente Namen in der Dressur, die in Münster einen festen Platz hat.

Ihren Top-Hengst Franziskus wird Ingrid Klimke zwar nicht beim Agravis-Cup präsentieren, wird aber oft im Sattel sitzen. Foto: Jürgen Peperhowe

Zu viele Starts an einem Turnier-Wochenende? Das gibt es für Ingrid Klimke nicht. In Aachen ­etwa beim CHIO wechselte sie flugs aus dem Dressurfrack rein ins Vielseitigkeits-Outfit, war jeweils Teil des deutschen Nationenpreis-Teams – um zusätzlich noch mit Weisse Düne im „Jump & Drive“ zu starten. Je mehr, desto besser.

„Mir macht das eine Menge Spaß“, sagt Klimke, die auch in Münster beim Agravis-Cup nahezu im Dauereinsatz ist. Drei Pferde stellt sie im Viereck vor, dazu geht sie mit Weisse Düne am Westfalentag für den Reiterverband Münster an den Start – und lässt natürlich auch das Kostümspringen nicht aus. Volles Programm vor der Haustür, was kann es Besseres geben.

Klimke führt derzeit die Gesamtwertung an

„Die Atmosphäre in der Halle Münsterland ist einzigartig und einfach schön. Und vor Familien, Freunden und Bekannten zu reiten, ist toll. Alle können vorbeikommen“, sagt Klimke, die auch in Zukunft auf ihre Doppelrolle als Dressur- und Vielseitigkeitsreiterin setzt. „Das klare Ziel ist es, bis zu den Spielen in Paris 2024 in beiden Disziplinen im Sattel zu sitzen.“

So hat sie auch für das gerade angebrochene Jahr klare Vorstellungen, wo die sportliche Reise hingehen soll. Omaha in Nebraska soll ein wichtiger Halt sein, dort findet im April das Weltcup-Finale statt. Klimke führt derzeit nach zwei Siegen die Gesamtwertung an, peilt in Amsterdam Ende Januar weitere wichtige Zähler an. Ein Grund, warum sie mit Franziskus nicht beim Agravis-Cup starten wird. „Wir würden ihn gerne in Münster zeigen. Aber das passt nicht“, sagt Klimke über den Holkenbrink-Hengst, der im Optimalfall im September in Riesenbeck zum EM-Team Deutschlands gehören soll.

So ganz ohne Franziskus aber geht es bei ihrem Heimturnier dann doch nicht. Mit Freudentänzer stellt sie einen Franziskus-Sohn im Intermediaire II vor. Dazu sattelt sie die Stute First Class auf der Großen Tour im Grand Prix wie im Special sowie Sir Giovanni in den Jungpferdeprüfungen.

Balkenhol kommt mit For Future

Neben Klimke oder Marcus Hermes, der mittlerweile in Warendorf beheimatet ist, lässt sich auch Anabel Balkenhol das Heimspiel nicht entgehen – trotz so mancher Fragezeichen im Vorfeld. So waren einige Pferde gesundheitlich leicht angeschlagen (Balkenhol: „Nichts Wildes.“), auch die 50-Jährige selbst hatte eine schwere Erkältung erwischt. „So haben wir sicher etwas Trainingsrückstand. Aber wenn man so ein Turnier wie Münster vor der Haustür hat, bin ich gerne dabei“, sagt der treue Stammgast, der das Dressur-Angebot in der Halle Münsterland mit zwei Grand-Prix-Touren und der kleinen Tour schätzt.

Balkenhol wird mit For Future in letzterer starten. Den jetzt neunjährigen Westfalen bezeichnet sie als „tolles Pferd“, das noch etwas „mehr Routine in allen Elementen“ brauche. Ob sie zudem noch weitere Vierbeiner aus ihrem Stall satteln wird, will die Reiterin vom RV St. Georg Münster kurzfristig entscheiden.

Weitere Informationen zum Agravis-Cup finden Sie in unserem Special. Und unter folgendem Link steht das gesamte WN-Angebot vier Wochen kostenfrei zur Verfügung: wn.de/digitalbasis

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