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Dirksmeier vor letztem Heimspiel: „Ich muss mich entschuldigen“

Münster

Patrick Dirksmeier, ETU-Europameister auf der Mitteldistanz 2017 im dänischen Herning, rüstet sich für seine beiden Abschiedsrennen. Nach dem Start beim Triathlon in Münster wird er eine Woche später beim Klassiker in Roth seine Profikarriere beenden.

Von André Fischer

Voller Vorfreude: Patrick Dirksmeier vor dem letzten Start in seiner Heimat Foto: www.thatcameraman.com

Roth ist der Ort in Deutschland, der unverwechselbar mit dem Triathlon verbunden ist. Ein Mekka für die Welt der Dreikämpferinnen und Dreikämpfer. Tausende Aktive pilgern alljährlich ins Fränkische, der weltgrößte Wettkampf auf der Langdistanz (3,8 Kilometer Schwimmen, 180 Kilometer Radfahren, 42,195 Kilometer Laufen) hat Magnetwirkung. Zieht auch Patrick Dirksmeier an.

Der inzwischen 38-Jährige wird am 3. Juli beim Ironman seine bewegte Karriere beenden. Exakt eine Woche nach dem Heimspiel. An diesem Sonntag startet der Ex-Profi noch beim 15. Sparda-Münster-City-Triathlon quasi vor der Haustür. „Ich freue mich riesig“, gesteht er. „Aber ich muss mich bei den Organisatoren entschuldigen, weil ich erst am Montag gemeldet habe.“

Dirksmeier setzt die Prioritäten jetzt anders

Es ist ruhig geworden um den ETU-Europameister auf der Mitteldistanz 2017 (Challenge Herning). Die Pandemie hat auch im Leben des Familienvaters Spuren hinterlassen. Gefühlt steckt er seit zwei Jahre in einem luftleeren Raum. Viel Zeit, um nachzudenken. „Ich bin Papa und Rechtsanwalt, das hat inzwischen Priorität“, sagt er. Mit einer Träne im Knopfloch. „Ich hatte zwölf wunderschöne Jahre.“

Das Event in Münster 2010 ist das Sprungbrett in den Profizirkus. „Ich war damals ein Nobody. Mit dem Sieg über die olympische Distanz fing alles an“, erinnert er sich. „Ich habe gemerkt, wie sehr mich dieser Sport fasziniert.“ Der erste Erfolg ist keine Eintagsfliege, Dirksmeier gewinnt auch 2011, startet national und international durch. Bleibt aber seiner Linie treu. Wann immer es in den Zeitplan passt, ist er beim Happening im und um den Hafen dabei. So 2017 – beim dritten Streich.

Vorfreude aufs Duell der Generationen

„Für uns ist seine Meldung eine Riesengeschichte“, sagt Holger Fritze. Der Chef-Organisator ist gespannt auf das Duell der Generationen zwischen Luca Heerdt, 26, Sieger 2019, und jenem Dreifach-Champ, der auf die 40 zugeht. „Mal sehen, was die beiden so drauf haben.“

Fritze und Co. stecken inmitten der finalen Vorbereitungen, am Donnerstagabend wurden die Starterbeutel gepackt, seit Freitag laufen die Aufbauarbeiten. „Wir spüren alle, dass es endlich losgeht.“ Vergessen sind die seelischen Qualen nach der kurzfristigen Absage 2021.

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