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16. Sparkassen-Münsterland-Giro

Kooij nicht zu schlagen – Walscheid Dritter vor Münsters Schloss

Münster

Der Niederländer Olav Kooij von Jumbo Visma hat seinen 15. Saisonsieg beim Sparkassen-Münsterland-Giro gefeiert. Der junge Holländer nutzte den Augenblick, distanzierte Jasper Philipsen und den Sieger von 2018, Max Walscheid von Cofidis.

Das erwartete Spektakel wurde Realität und machte Appetit schon auf das nächste Jahr. Da wird es aufgrund 375 Jahre Westfälischer Friede einen Start in Osnabrück mit Ziel in Münster am Tag der Deutschen Einheit geben. Und mit Olav Kooij siegte beim 16. Sparkassen-Münsterland-Giro ein kometenhaft in dieser Saison aufgestiegener Niederländer. Keiner konnte ihm das Wasser reichen, vielmehr „bereitete“ der dann drittplatzierte Max Walscheid den Schlussspurt nach 205,9 km zwischen Telgte und Münster entscheidend vor.

50 000 Zuschauer in Münster

„Für mich war nach einem schwierigen Sommer wichtig, weit vorne zu landen. Deshalb habe ich bereits 350 Meter vor dem Ziel angegriffen – und für Olav den Anfahrer gespielt“, sagte Walscheid nach dem Rennen lakonisch. Er, der 2018 noch an gleicher Stelle gewinnen konnte. Der Niederländer Jasper Philipsen schob sich zwischen das Duo. Rund 50 000 Zuschauer sollen das Finale in Münster verfolgt haben, rund 250 000 Menschen das Rennen mit Start in Telgte und einer langen Fahrt durch den Kreis Warendorf verfolgt haben. Das verspricht für Osnabrück-Münster sowie die Jedermannrennen durch den Kreis Steinfurt dann eine ganze Menge.

„Alles, was wir wollten, war ein Spurt“, sagte Sieger Kooij, der bei der U-23-WM in Australien Fünfter im Straßenrennen geworden war. Aber 14 Saisonsiege zuvor hatten schon unterstrichen, dass da ein neuer Star in der Anschiebe ist. In Münster zerlegte er die Konkurrenz, weil er der Endschnellste war und zudem taktisch alles richtig machte. Und das mit gerade einmal 20 Jahren.

Walscheid verpasst zweiten Sieg

Jasper Philipsen, der erst spät von Alpecin Deceuninck nominiert war, zog den Hut: „Olav war sehr schnell. Wir wussten, dass die Zielgerade schwierig wird. Mehr als Rang zwei war so nicht möglich.“ Und Walscheid, der eigentlich viel zu früh in die Vollen ging, erklärte warum: „Man muss den letzten Schlenker fahren, um dann nach rechts zu ziehen. Das habe ich gemacht, allerdings war Kooij direkt an meinem Hinterrad.“

So hatte der 16. Münsterland-Giro sein erwartetes Finale gehabt. Der in Billerbeck wohnende und in Münster geborene Michel Hessmann jubelte bei Kooijs Triumph natürlich mit. Er war bei der U-23-WM in Australien starker Elfter geworden. Aber auch Sebastian Niehues, U-23-Fahrer vom RSV Münster, der mittlerweile beim Continental Team Bike Aid fährt, wurde in der Berg- wie auch Sprintwertung jeweils Dritter. Ein Achtungserfolg für ihn.

53 verletzte Giro-Teilnehmer

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