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Fußball: Partnertraining findet bei hiesigen Fußballmannschaften nicht statt

Ballgeschiebe zu zweit ergibt keinen Sinn

steinfurt/Ochtrup...

Training zu zweit? Nichts für die hiesigen Fußballer aus Ochtrup, Altenberge und Steinfurt. Sie und ihre Trainer warten darauf, dass sie wieder als Mannschaft auf den Platz dürfen.

Günter Saborowski

Harry, hol schon mal die Stangen. Doch weder Harry, hier Dirk Altkrüger, damals Trainer in Nottuln, noch Spieler dürfen aktuell auf den Trainingsplatz. Es sei denn, sie trainieren zu zweit oder kommen aus einem Hausstand. Foto: Johannes Oetz

Individuell sowieso, zu zweit geht auch oder mit Personen des eigenen Hausstandes. Seit dem 22. Februar gilt diese Regelung laut Coronaschutzverordnung in NRW. Das bedeutet, SVBurgsteinfurtsTrainer Christoph Klein-Reesink könnte mit seinen beiden Söhnen im Stadion trainieren. Oder zwei Spieler seiner Mannschaft. Dass dies nicht möglich ist, liegt daran, „dass die Leute tagsüber arbeiten müssen. Wir haben ja kein Flutlicht. Lucas Bahlmann hat sich den Schlüssel (der Anlage) geholt, und Lars Bode hat Material (Stangen u.ä.) mit nach Hause genommen“, sagt Klein-Reesink, dass zwei seiner Spieler individuell aktiv sind. Da der Kunstrasenplatz in Stemmert erneuert wird und der Rasenplatz gesperrt ist, bleibt nur noch das Gelände jenseits der Hecke. „Wir haben die Flutlichtanlage zwar gedreht, aber viel sieht man nicht, wenn‘s dunkel wird“, so der Trainer.

Beim FSVOchtruptut sich in puncto Zweiertraining ebenfalls nichts. „Ich weiß von keiner Initiative des Vorstands in dieser Richtung. Wir warten gespannt auf die neueste Entscheidung der Elefantenrunde. Außerdem sind die Plätze ja durch die Stadt noch gesperrt. Ich habe die Vermutung, dass es jetzt, im März, wieder auf den Platz geht“, sagt Clemens Gude, der Sportliche Leiter des FSV, und fügt an: „Ein Trainer muss allerdings auch viel Zeit haben, wenn er zu zweit trainieren will.“

Genauso sieht es auch beim TuSAltenbergeaus, wo die Gemeinde die Plätze noch unter Verschluss hält. Allerdings wäre TuS-Trainer André Rodine wohl nicht auf die Idee gekommen, seine Jungs zum Zweiertraining antanzen zu lassen. „Viele wohnen ja gar nicht mehr in Altenberge. Das heißt, wir müssten die anreisen lassen. Das müsste man natürlich mit der Mannschaft besprechen. Aber auch wenn, dann wäre solch ein Training wenig spielnah. Man muss halt sehen, ob sich der Aufwand auch wirklich lohnt“, sagt der Altenberger Übungsleiter und fügt noch an, dass, wenn einer scharf auf so ein Training wäre, man das vielleicht sogar machen würde.

Florian Gerke vom BorghorsterFChat bislang nur registriert, dass die Anlage am Sportzentrum für die Öffentlichkeit wieder freigegeben ist, sieht aber für sich und seine Mannschaft „keinen Sinn darin“, dort zu zweit zu trainieren. Allerdings, so Gerke weiter, sei es wohl so, dass das Gelände offiziell freigegeben sei. Das bestätigt auch Nadine Rath von der Stadt Steinfurt: „Das Fründt-Stadion und der Kunstrasenplatz im Sportzentrum haben wir für Schulen und Vereine geöffnet“, sagt die Fachdienstleiterin für Bildung, Jugend und Sport. Gleichwohl werden sich die Kicker des BFC dort nicht fit halten, denn, so Gerke, es müssten ja auch immer die gleichen zwei Personen sein, die dort mit dem Ball trainieren würden. „Ich bin mal gespannt darauf, was die Ministerpräsidentenkonferenz beschließt. Meine Zuversicht, dass bald wieder gespielt oder trainiert werden kann, hält sich allerdings in Grenzen“, bekennt Trainer Florian Gerke, dass er so recht nicht an eine schnelle Fortsetzung der Saison glauben mag.

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