1. www.wn.de
  2. >
  3. Sport
  4. >
  5. Steinfurt
  6. >
  7. Borghorster stehen für hohen Entertainment-Faktor

  8. >

Bezirksliga: Die Halbzeitbilanz des BFC

Borghorster stehen für hohen Entertainment-Faktor

Borghorst

Wenn der Borghorster FC in der Hinrunde auf dem Rasenrechteck stand, war es nie langweilig. So richtig freuen können sich die Trainer darüber aber nicht, denn als Tabellenneunter sind die Grün-Schwarzen hinter der Erwartungen zurückgeblieben. Michael Straube weiß um die Ursachen.

Von Marc Brenzel

Auf Gregorij Krumme (l.) konnten sich seine Mitspieler stets verlassen. Der Linksverteidiger des Borghorster FC spielte alle Partien von Beginn an durch. Foto: Thomas Strack

Einen wilden Ritt durch die Bezirksliga legten die Fußballer des Borghorster FC in der ersten Saisonhälfte hin. Exemplarisch dafür stehen Ergebnisse wie eine 2:8-Niederlage in Ibbenbüren – der BFC lag bis zur 60. Minute 2:1 vorne – oder ein 6:3-Sieg in Mesum nach 0:3-Pausenrückstand. 77 Treffer fielen in den 16 Partien, die die Grün-Schwarzen bisher absolvierten. Das entspricht einem Schnitt von 4,81 Toren pro Match, was Trainer Michael Straube resümieren lässt: „Bei uns war das Eintrittsgeld gut investiert, langweilig wurde es nie.“

Mit dem hohen Entertainment-Faktor können sich Straube und sein gleichberechtigter Mitstreiter Thomas Grabowski aber nicht wirklich anfreunden, vor allem die 38 Gegentreffer sind den beiden Coaches deutlich zu viel. „Es gab Spielzeiten, da hatten wir am Ende der Saison so viele Tore schlucken müssen“, weiß Straube um die defensive Anfälligkeit in dieser Runde.

Die Gründe liegen für ihn auf der Hand: Zu viele verletzungsbedingte Ausfälle führten zu ständig wechselnden Formationen und verhinderten das nötige Maß an Eingespieltheit. Parallel zündeten die neuen taktischen Ideen nicht so wie erhofft. „Wir wollten früher gegen den Ball arbeiten, einfach aktiver werden. Das hat nicht immer gegriffen, weshalb wir in dieser Beziehung zurückgerudert haben“, erklärt Straube.

Platz neun mit 22 Punkten entspricht nicht den Vorstellungen, mit denen der BFC im Sommer gestartet ist. Insofern gibt es auch nicht so viel, was für die beiden Übungsleiter „positiv extrem auffällig“ war. Gefallen finden Straube und Grabowski an der Entwicklung der jungen Leute wie Alex Dubs (zentrales Mittelfeld), Joshua Olden (Mittelstürmer) oder Torben Schlieckmann (offensive Flügel). Die liefern relativ beständig auf gutem Niveau, was Straube definitiv auch seinen beiden Außenverteidigern Mirko Pöhlker (rechts) und Gregorij Krumme (links) bescheinigt. Krumme, der eigentlich eher im Mittelfeldzentrum zuhause ist, bringt es auf die meiste Einsatzzeit im kompletten Kader (16 Spiele, keine Auswechslung). Pöhlker rangiert in dieser Hitliste auf Platz vier (15 Spiele, 1313 Minuten).

Für die zweiten 16 Partien der Saison haben sich die Borghorster eine ergebnistechnische Kurskorrektur verordnet. „Eines unser obersten Ziele ist es, die Jungs alle auf ein gleich gutes physisches Niveau zu bekommen. Das hatten wir in der Hinrunde nicht“, setzt Straube auf eine gewisse Basisarbeit. Zudem baut er darauf, dass Leistungsträger wie Marius Wies („Mit ihm haben wir immer besser gespielt“) und Luca Jungfermann regelmäßiger einsatzfähig sind. Letzterer, Neuzugang aus Altenberge, konnte aufgrund einer hartnäckigen Verletzung lediglich neun Mal mitwirken. Zu wenig für einen Mann, der als Eckpfeiler für die „Abteilung Attacke“ geholt worden ist.

Der Winterfahrplan des BFC: Nach dem eigenen Turnier (28. bis 30. Dezember) tritt der BFC nur noch beim Wettbewerb des SV Burgsteinfurt am 8. Januar an. Getestet wird am 15. Januar gegen SuS Neuenkirchen, am 19. Januar gegen Germania Horstmar, am 22. Januar bei Matellia Metelen und am 26. Januar gegen den ASC Schöppingen. Das erste Punktspiel im neuen Jahr findet am 5. Februar im Sportzentrum gegen die Ibbenbürener SpVgg statt.

Startseite