Tennis: Vereine blicken vorsichtig optimistisch auf den Saisonstart Ende Mai

Das Ding mit den Doppeln

Kreis Steinfurt

Im Tennis soll der Startschuss zur neuen Saison laut WTV am 29. Mai erfolgen. Ob das tatsächlich auch klappt, dessen sind sich die Sportwarte der heimischen Verein indes nicht sicher.

fw/mab

Am 29. Mai soll die Tennissaison beginnen. Die Spielerinnen und Spieler hoffen, dass der Termin eingehalten werden kann. Foto: Angelika Hoof

Sie sitzen gespannt in den Startlöchern – ob sie aber tatsächlich zum geplanten Termin loslegen können, steht in den Sternen. „Ich kann dazu nichts Konkretes sagen“, erklärt Ralf Hewing, kommissarischer Sportwart des TC Ochtrup, mit Blick auf den geplanten Tennis-Saisonstart am 29. Mai.

Zwölf Teams haben die Ochtruper für diese Sommersaison gemeldet. Im Vorjahr, als die Pandemie noch für viel Unsicherheit gesorgt hatte, verzichteten die Töpferstädter komplett. Gemeldet hieße jetzt aber nicht, und darauf verweist Hewing, dass letztlich auch alle Formationen an den Start gehen. Einige würden die Entwicklungen abwarten wollen. Ob Doppel gespielt werden könnte, wie es mit den Dusch- und Umkleidemöglichkeiten aussehen würde, und auch, ob die Inzidenz sinke – da würden sich einige Spieler laut Hewing noch nicht definitiv auf einen Start festlegen wollen.

Daumen drücken ist angesagt bei den Tennisspielern, die im Gegensatz zu vielen anderen Sportlern immerhin schon wieder auf die Plätze zurückkehren durften. Wenn auch nur unter bestimmten Voraussetzungen. Doppel sind momentan nämlich nur mit Mitgliedern eines Hausstandes plus einer weiteren Person erlaubt. „Wie soll das in der Meisterschaft funktionieren?“, fragt sich Andreas Danel, Spieler und Sportwart des TC GW Burgsteinfurt. „Es kann ja eigentlich nur richtig losgehen, wenn die Inzidenz unter 100 sinkt.“

Ob das bis Ende Mai der Fall sein wird – Danel kann nicht in die Glaskugel gucken. Aber er wirbt für eine Alternative: „Den Saisonstart nach hinten verschieben. Das bringt Zeit, in der sich die Lage entspannen könnte. Dann bleiben zwar weniger Termine, aber die Gruppen in den einzelnen Ligen könnten neu geordnet und verkleinert werden.“

Der Wunsch des Westdeutschen Tennisverbandes (WTV) ist es, nicht eine weitere Übergangssaison spielen zu müssen. Die war im vergangenen Jahr nach dem ersten Lockdown auf freiwilliger Basis durchgeführt worden, was zur Folge hatte, dass nur 58 Prozent der insgesamt 4560 im WTV gemeldeten Teams tatsächlich am Spielbetrieb teilnahmen. Der TC Grün-Weiß Burgsteinfurt hatte damals nur eine Truppe ins Rennen geschickt, 2021 sind es derer elf. „Vor zwölf Monaten hatten alle kein gutes Gefühl, jetzt wollen sie aber wieder“, hat Danel festgestellt.

„Wir hoffen, dass wir in diesem Sommer einen weitgehend normalen Mannschaftsspielbetrieb durchführen können“, sagt WTV-Präsident Robert Hampe. „Allerdings müssen wir uns auch mit Alternativen und einem Plan B beschäftigen.“ Einen Spielbetrieb soll es aber in jedem Fall geben.

Darauf hoffen auch die Aktiven. „Bei uns sind alle heiß. Alle wollen spielen. Ist doch klar, wenn man so lange nicht mehr auf dem Platz stehen konnte“, beschreibt Dietmar Lenters das Stimmungsbild beim TC Nordwalde. Ob es, wie geplant, am 29. Mai losgeht, kann der Sportwart nicht voraussagen. „Ich bin vorsichtig optimistisch. Bis dahin sind es ja noch knapp vier Wochen. Wir gucken mal, wie sich alles entwickelt.“ 16 Mannschaften vertreten den Verein in diesem Sommer, was das große Interesse der Nordwalder am Wettkampfsport dokumentiert. Aushängeschild des TCN sind die Herren 60, die in der Regionalliga aufschlagen.

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