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Tischtennis: Verband ändert Zählweise

Doppel werden erstmal abgeschafft

Kreis Steinfurt

Auf der Ersatzbank mit Maske, an der Platte ohne – auch wenn Doppel gespielt wird? Das erscheint wenig sinnvoll, also hat der WTTV die Doppel beim Tischtennis erstmal verboten.

lk/mab

Christopher Ligocki (l.) und Nils Dinkhoff verloren in der Vorsaison kein einziges Doppel. Diese Stärke können die Ochtruper in der Hinrunde nicht ausspielen. Foto: Thomas Strack

In der Vorrunde der neuen Tischtennissaison, die am übernächsten Wochenende beginnt, werden alle Mannschaftskämpfe ohne Doppel ausgetragen. Das hat der Vorstand des Westdeutschen Tischtennisverbandes für die Dauer der Hinserie beschlossen. Er werden immer alle vorgesehenen Einzel absolviert. Das Ergebnis eines Mannschaftskampfes reicht dann im Sechser-Paarkreuz von 12:0 bis 6:6 und im Bundessystem von 8:0 bis 4:4.

Den Beschluss begründet der WTTV wie folgt: „Tischtennis ist im Sinne der Corona-Verordnungen eine Zwitter-Sportart. Im Einzel betreiben wir kontaktfreien Sport, damit praktisch ohne besondere Einschränkungen außerhalb der üblichen Hygienevorschriften. Sobald das Doppel hinzukommt, werden wir zur ‚nicht kontaktfreien‘ Sportart, unter anderem mit der Einschränkung von maximal 30 Personen. Diese Beschränkung trifft vor allem große Vereine, wo am Wochenende drei und mehr Heimspiele gleichzeitig anstehen.“

Die Absetzung eines Meisterschaftsspieles durch den zuständigen Staffelleiter darf auch dann erfolgen, wenn die Hallenkapazität durch behördliche Anordnungen eingeschränkt wird oder die Austragungsstätte unter Hinweis auf das Infektionsgeschehen erst gar nicht zur Verfügung steht. Der Antrag auf Absetzung ist seitens des Vereins unter Vorlage einer amtlichen Mitteilung zu stellen. Die Antragsfristen werden für die genannten Fälle außer Kraft gesetzt. Der letztmögliche Spieltag der Vorrunde für abgesetzte oder verlegte Spiele ist der 13. Dezember 2020.

Bei allen weiterführenden Veranstaltungen mit Individualwettbewerben (Kreis-/Bezirksmeisterschaften und Westdeutsche Meisterschaften) werden weder Doppel noch Mixed ausgetragen. Freiwillige Quarantänen oder der Teilnahmeverzicht wegen des Ansteckungsrisikos erfordern üblicherweise eine Ersatzgestellung und begründen keine Spielabsetzung.

Die neuen Regelungen gelten für die gesamte Dauer der Vorrunde. Für die Rückrunde ist eine Beschlussfassung etwa Anfang/Mitte Dezember vorgesehen, sofern besondere Umstände nicht eine frühere Entscheidung erforderlich machen.

„Ich halte den Verzicht auf die Doppel für grundsätzlich richtig. Alles andere würde für mich auch keinen Sinn ergeben. Ich muss auf der Bank einen Mund-Nasen-Schutz aufsetzen und den üblichen Abstand von 1,50 Meter halten, im Doppel wäre das aber dann hinfällig?“, ist Tim Beuing, Teamsprecher des Oberligisten TB Burgsteinfurt, auf einer Linie mit den Verbandsoffiziellen.

Für den Turnerbund, der als nicht ganz so doppelstark gilt, hat die neue Regelung vielleicht nicht die große Auswirkungen. Eher damit zu kämpfen dürfte Lokalrivale Arminia Ochtrup haben, der beinahe schon traditionell sehr gute Paarungen aufstellt. Definitiv ein Nachteil für die Arminia.

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