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Motorsport: Peter Elkmann beendet die RCN-Meisterschaften mit gemischten Gefühlen

Doppelter Vizemeister

Burgsteinfurt

Knapp daneben ist eben auch vorbei: Trotz eines ersten Platzes im letzten Rennen der Saison reichte es für Peter Elkmann nicht zu einer Trophäe. Dennoch ist er stolz auf die doppelte Silbermedaille in seiner Premierensaison.

Von Tom Veltrup

Hier raste der Steinfurter Peter Elkmann im letzten Rennen der diesjährigen „Rundstrecken-Challenge-Nürburgring Foto: Benjamin Schiller

Gleich in seiner ersten Saison als Teilnehmer bei den Rundstrecken-Challenge-Nürburgring-Meisterschaften (RCN) holte sich Peter Elkmann nicht nur den zweiten Platz in seiner Klasse „V4“, sondern auch die Vizemeisterschaft in der Gesamtwertung aller 35 Klassen. Bei aller Freude gibt es dennoch einen „faden Beigeschmack“, denn die beiden ersten Ränge waren zum Greifen nahe.

Am vergangenen Samstag stand mit dem Drei-Stunden-Rennen das große Finale der insgesamt sieben Wettkämpfe auf dem Programm. Der Burgsteinfurter ging als Zweiter von insgesamt 30 Fahrern seiner Klasse ins Rennen. „Beim Start gab es ziemlich viel Gerangel. Zwischendurch bin ich auf den fünften Rang abgerutscht, konnte mich aber in den Folgerunden immer weiter nach vorne arbeiten“, berichtete der 41-Jährige. Ab der vierten Runde führte er, fiel jedoch aufgrund eines Boxenstopps später wieder auf den zweiten Platz zurück. Damit fand sich der Steinfurter auch schon ab, bis das Auto des Führenden durch eine Kollision beschädigt wurde. Und so passierte Elkmann als Erster die Ziellinie. Trotz des Sieges im letzten Rennen reichte es weder zum Klassen- noch zum Gesamtsieg. Die Konkurrenten erzielten nämlich ebenfalls gute Ergebnisse. Bei der Klassenwertung zählen die Ergebnisse aller sieben Rennen. In der Gesamtwertung hingegen zählt das sogenannte „Streichergebnis“. Dort wird jeweils der schlechteste Auftritt aller Fahrer abgezogen. Da der Steinfurter im ersten Rennen gar nicht erst über die Ziellinie fuhr, kostete ihm dieses Rennen den ersten Rang in seiner Klasse „V4“. „Dort ist ein nagelneues Ersatzteil gebrochen. Bis heute kann sich das keiner so richtig erklären.“ In der Gesamtwertung entfiel dieses Rennen, weshalb letztlich ein mehr als honorabler zweiter Platz steht.

Die doppelte Vizemeisterschaft löst bei dem Eigentümer eines Steinfurter Busunternehmens gemischte Gefühle aus: „Es ist eine Mischung aus Stolz und Enttäuschung. Einerseits bin ich in der ersten Saison bei den RCN-Meisterschaften gleich Vizemeister geworden. Andersrum hatte ich die Hand gefühlt schon am Meisterpokal und das bringt einen leicht faden Beigeschmack mit sich.“ Das Fazit des 41-Jährigen ist dennoch „auf jeden Fall positiv“: „Unterm Strich hat es super viel Spaß gemacht. Das Ergebnis stimmt auch. Für den Gesamtsieg brauchst du eben auch ein Quäntchen Glück, das mir vor allem im ersten Rennen gefehlt hat.“ Immerhin fuhr Elkmann in der „stärksten“ der insgesamt 35 Klassen mit den „meisten Startern und der härtesten Konkurrenz“.

Eines steht für Elkmann jetzt schon fest: „Ich will auf jeden Fall weiter machen.“ Dabei möchte der Rennfahrer sogar „den nächsten Schritt“ anpeilen. Genauer gesagt bedeutet das die „Nürburgring Langstrecken-Serie“ (NLS). „Das ist sozusagen die erste Liga, wenn die RCN-Meisterschaften die zweite Liga sind.“ Das hängt allerdings noch von verschiedenen Bedingungen ab: „Das Team muss mitziehen. Außerdem sind die Rennen dort regelmäßig vier Stunden lang. Das ist am Stück ziemlich viel, weshalb ich einen Fahrerkollegen auf gleichem Niveau finden müsste.“ In welcher „Liga“ der 41-Jährige im kommenden Jahr über die Strecken rasen wird, entscheidet sich Ende des Jahres.

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