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Bezirksliga: Der Borghorster FC lädt sich den SV Burgsteinfurt zum Derby ein

Eine Sache des Willens

Borghorst

Das Waldstadion in Wilmsberg ist am Sonntag die Bühne für das Derby zwischen dem Borghorster FC und dem SV Burgsteinfurt. Im Hinspiel behauptete sich der BFC mit 2:0. Diesen Stachel wollen sich die Männer von Trainer Christoph Klein-Reesink unbedingt aus der Haut ziehen. Somit scheint alles angerichtet zu sein für beste Fußball-Unterhaltung.

Von Marc Brenzel

Im Hinspiel setzte sich Marvin Bingolds (r.) BFC mit 2:0 durch. Das wollen Jason Petris (l.) und Sam Anyanwu (M.) so nicht stehen lassen. Foto: Thomas Strack

„Wir wollen gewinnen, die

 Burgsteinfurter wollen gewinnen. Am Ende siegt der, der es am meisten will“, bringt Borghorsts Trainer Michael Straube die Ausgangslage vor dem Heimspiel gegen den Lokalrivalen SV Burgsteinfurt auf den Punkt. Und auch Straubes Konterpart Christoph Klein-Reesink kommt im Derby nichts Halbgares auf den Teller: „In der Hinrunde haben wir 0:2 verloren, die Rechnung gilt es zu begleichen.“

Straube verweist auf eine durchaus angespannte Personalsituation, was dazu führen könnte, Jungs aus der U 19 in den Kader zu berufen. „Die vergangenen Wochen waren echt strapaziös, der eine oder andere ist an seine Grenzen gestoßen“, hat der Übungsleiter festgestellt. Darauf lassen auch die jüngsten Niederlagen gegen Münster 08 (0:3) und Greven 09 (1:4) schließen.

Es gibt bei den Grün-Schwarzen aber durchaus Kicker, die der hohen Belastung mehr entgegen zu setzen haben. Marvin Bingold ist ein Beispiel. „Marvin ist von der Statur her ein echtes Hemd, dafür aber mega unangenehm in den Zweikämpfen. Er marschiert von Strafraum zu Strafraum und versprüht dabei viel Torgefahr“, lobt Straube den im Sommer 2021 aus Nordwalde geholten Akteur.

Die Gäste aus Stemmert – und das spricht Klein-Reesink deutlich an – dürfen sich nicht noch einmal so eine schwache erste Hälfte wie am Donnerstag (3:4 bei Münster 08) erlauben: „Das war Larifari. Sonntag müssen wir von Beginn an ganz anders zur Sache gehen.“

Großartige Ausfälle gibt es bei den Rot-Gelben nicht. Dafür Spieler, die sich in neuen Rollen immer besser einfügen. Dazu zählt Ricardo da Silva. Der Deutsch-Portugiese war in der Vergangenheit fast ausschließlich auf den reinen Offensivpositionen unterwegs. Mittlerweile operiert er im Zentrum auf der Sechser- oder Achterposition. „Das macht Ricardo wirklich sehr gut. Da ist er für uns ungeheuer wertvoll“, lobt Klein-Reesink.

Das Hinspiel Mitte Dezember holte sich der Borghorster FC mit 2:0. Ricardo Bredeck (68.) und Alexander Wehrmann (87.) hießen die Torschützen. „Eigentlich ein typisches 0:0-Spiel, in dem Nuancen den Ausschlag gegeben haben“, erinnert sich Klein-Reesink, der ein ähnlich enges Match voraussagt. Und das findet wohl vor großer Kulisse statt. „Es wird das vollste Heimspiel in dieser Saison. So ein Derby besitzt schließlich einen ganz besonderen Charakter. Das fühlt sich für mich immer an wie ein Pokalendspiel“, erklärt Straube.

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