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Kreisliga: Turnerbund gewinnt bei Spitzenreiter Hörstel

Husarenritt des TB Burgsteinfurt

Burgsteinfurt

Mehr Gipfeltreffen geht nicht! Das Duell zwischen dem Spitzenreiter SC Hörstel und dem Tabellenzweiten TB Burgsteinfurt in der Handball-Kreisliga hielt, was es im Vorfeld versprach. In der Schlussphase wurde es hochgradig dramatisch.

-mab-

Theo Cordes (M.) donnerte den Ball in der Schlusssekunde zum 37:36 in die Maschen. Foto: Matthias Lemhkuhl

Am Sonntag haben die Kreisliga-Handballer des TB Burgsteinfurt nachhaltig auf sich aufmerksam gemacht. Den 37:36 (16:17)-Sieg beim bis dato noch verlustpunktfreien Spitzenreiter SC Hörstel bezeichnete Trainer Eckhard Rüschhoff als „Husarenritt“.

Die Stemmerter agierten offensiv sehr variabel und trafen von vielen Positionen. Das gab am Ende auch die Statistik wieder, die zehn TB-Torschützen aufwies. In der Deckung hatte der Turnerbund allerdings so seine Probleme mit der Wucht der gegnerischen Rückraumwerfer. Daher entwickelte sich ein Duell auf Augenhöhe, das zu keinem Zeitpunkt an Spannung einbüßte. Zur Pause lagen die Burgsteinfurter mit 16:17 hinten.

Wechselnde Führungen prägten auch die Anfangsphase von Abschnitt Nummer zwei. Ihre beste Phase hatte die Rüschhoff-Sieben zwischen der 40. und 50. Minute, als sie zwischenzeitlich mit vier Treffern vorne lag.

Mit diesem Polster lebte der TB lange gut, und als Ole Brumley in der 57. Minute das 35:32 für die Gäste erzielte, deutete ganz viel auf einen Auswärtssieg hin. Doch der SC Hörstel bewies Comeback-Qualitäten und glich 40 Sekunden vor der Schlusssirene aus – 35:35.

Danach wurde es dramatisch: Gabriel Höck traf für den Turnerbund, SCH-Goalgetter Jonas Hembrock sorgte für das 36:36. Die Stemmerter leisteten sich direkt danach einen Ballverlust, was der SCH-Keeper mit einem langen Wurf auf das leere Tor bestrafen wollte. Doch der Ball sprang an den Pfosten, was die Burgsteinfurter noch einmal eine finale Aktion brachte – und die schloss Theo Cordes in allerletzter Sekunde mit ein wenig Unterstützung der Unterkante der Latte zum 37:36-Siegtreffer ab.

„Das war ein richtig attraktives Spiel, das natürlich von seiner Spannung und den vielen Toren gelebt hat. Trainer, die eher einen mehr auf die Defensive ausgelegten Handball favorisieren, hätten graue Haare bekommen. Das war für uns ein großer Schritt in Richtung Vizemeisterschaft“, meinte Rüschhoff nach anstrengenden 60 Minuten.

Tore: Lange (7), Schnabel (6), Amine (6/5), Langermann (5), Höck (4), Cordes (3), Huser, Naendrup (beide 2), Tenkamp und Brumley (beide 1).

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