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11. Steinfurter Volksbank Triathlon: Zufriedene Gesichter bei den Teilnehmenden und dem Orgateam

Start-Ziel-Sieg für Luca Heerdt

Steinfurt

Nach zwei Jahren pandemiebedingter Zwangspause veranstaltete der ortsansässige Verein Tri Team Steinfurt endlich wieder seinen beliebten Wettkampf. Mehr als 200 Frauen und Männer nahmen an der 11. Auflage des Steinfurter Volksbank Triathlons, der drei verschiedene Distanzen anbot, teil. Über die Olympische Kurzdistanz (1 km Schwimmen – 40 km Radfahren – 10 km Laufen) war der Favorit und Lokalmatador nicht zu schlagen.

Von Matthias Lehmkuhl

Bei der 11. Auflage des Steinfurter Volksbank Triathlons vom Tri Team Steinfurt konnten die Teilnehmerinnen und Teilnehmer zum ersten Mal überhaupt im wunderschön sanierten Burgsteinfurter Freibad „BagnoMare“ ihre Bahnen ziehen. Foto: Tri Team Steinfurt

Die 11. Auflage des Steinfurter Volksbank Triathlons erfüllte quasi all das, was ein Triathlonherz begehrt. Herrliches Wetter, optimal vorbereitete Sportstätten und Strecken sowie tolle Wettkämpfe und eine vorbildliche Organisation. Und nicht zu vergessen: ein Gewinner mit Lokalbezug. Denn der Borghorster Luca Heerdt wurde am Sonntag seiner Favoritenrolle mehr als gerecht. Der 27 Jahre alte Lehramtsreferendar flog im wahrsten Sinne des Wortes als Erster über die Ziellinie der Olympischen Kurzdistanz (1 km Schwimmen – 40 km Radfahren – 10 km Laufen) auf dem Pausenhof der Städtischen Realschule im Ortsteil Burgsteinfurt.

Hiobsbotschaft

Das ausrichtende Tri Team Steinfurt erhielt gleich am frühen Sonntagmorgen eine Hiobsbotschaft. Der Bereich der Wechselzone, der sich unter Bäumen befand, wurde aufgrund drohendem Ästefall nach dem Sturm am Freitag von der Gemeinde gesperrt. „Wir mussten uns kurzerhand etwas anderes überlegen und die Laufwege innerhalb des Wechselbereiches ändern“, erklärte Torben Bergmann, der zum ersten Mal überhaupt die Orga-Leitung übernommen hatte. So wurde die Wechselzone für die Triathletinnen und Triathleten, die für die Mitteldistanz (2 – 80 – 20) gemeldet hatten, ausgegliedert und auf den Schulhof verlegt.

Pünktlicher Start

Das tat dem eigentlichen Wettkampf keinen Abbruch. Pünktlich um 8.30 Uhr startete die vorwiegend aus Frauen bestehende erste von zwei Gruppen der Mitteldistanzler im 25 Grad warmen Wasser des Bagno Mare. Schnellste Frau über diese lange Distanz wurde die Niederländerin Nienke Vlak aus Groningen vor Sonja Kölsch aus dem Kreuztaler Ortsteil Osthelden. Dritte wurde die Freundin der Siegerin und ebenfalls aus Groningen stammende Hanneke Rus.

Bei den Männern siegte Johannes Franzky vom ASV Köln Triathlon vor Tim-Oliver Kölsch, Ehemann der Zweitplatzierten, und vor Matthias Hüsemann vom TV 01 Bohmte.

Viel wind auf der Radstrecke

„Es war auf der Radstrecke von allen Seiten ganz schön windig. Aber es hat trotzdem richtig Bock gemacht. Ich hatte endlich mal wieder Spaß, nach einem Jahr Flaute eine Triathlonveranstaltung absolvieren zu können“, meinte Luca Heerdt vom Tri Team Steinfurt nach seinem Zieleinlauf in der Spitzenzeit von 1:48:15 Stunden, fast acht Minuten vor dem Zweitplatzierten Nicholas Lembcke (LC Nordhorn) und mehr 13 Minuten vor dem Dritten Marius Schmidt vom Dextro Energy Sport Team aus Essen.

Volksdistanz

Die Volksdistanz (0,5 – 20 – 5) gewann bei den Frauen Marie Sommer (LSF Münster) und bei den Männern Patrick Hanhart (TriSpeed Marienfeld) aus Harsewinkel. Im Staffelwettbewerb war „Frodeno nur in bisschen langsamer“ mit Felix Steffen, Clemens Gaukesbrink und Finn Ponick aus Münster das beste von sechs Trios. Dörte Michels vom Orga-Team hatte festgestellt, dass sich in jeder Startgruppe jemand befand, der zum ersten Mal überhaupt einen Triathlon absolvierte. Elke Van Engelen gehörte zu den drei Para-Triathleten und lobte die Strecken: „Nur die Laufstrecke wäre für Handbiker nicht so gut geeignet“, stellte die Unterschenkelamputierte aus Bad Bentheim vom Team Deutschland Paralympics fest.

Viel Lob

„Ich habe nur zufriedene Gesichter gesehen“, betonte Jonas Schlieckmann, Vorsitzender des Tri Team Steinfurt, und lobte das Organisationsteam mit Torben Bergmann an der Spitze: „Ohne Torben hätten wir die ganze Veranstaltung wirklich nicht gewuppt bekommen. Er hat sehr viele Nackenschläge bekommen und sehr viel wegstecken müssen.“

Alle Ergebnisse des Triathlons unter:

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