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SF Lotte: Erneuter Treffer des Rechtsverteidigers

Filip Lisnic der neue Goalgetter

Lotte

Der neue Goalgetter? Warum nicht. Ich arbeite daran.“ Bestens aufgelegt war am Samstagnachmittag Filip Lisinic. Der Rechtsverteidiger der Sportfreunde Lotte entpuppt sich immer mehr als Torjäger.

Alfred Stegemann

1:1 trennten sich am Samstagnachmittag die Sportfreunde Lotte und Preußen Münster. Ein Punkt, der den Gästen schmeichelt, denn Lotte war näher dran am Sieg. Filip Lisnic bejubelt hier das 1:1. Foto: Manfred Mrugalla

„ Sein Treffer zum 1:1 in der 81. Minute gegen den SC Preußen Münster bescherte seiner Mannschaft nicht nur einen wichtigen Punkt gegen den haushohen Favoriten, sondern sorgte auch dafür, dass Lotte letztlich auf einen Nichtabstiegsplatz kletterte.

Es war bereits sein dritter Saisontreffer. Am Mittwoch im Nachholspiel beim SV Lippstadt hatte er ebenfalls eingenetzt. Dabei gehörte er zu Saisonbeginn noch nicht einmal zum Stammpersonal, hat sich aber immer mehr aufgedrängt und seinen Platz, nachdem er zuvor in der Innenverteidigung spielte, nun rechts in der Viererkette gefunden. „Filip machte es, seit ich im Amt bin, sehr gut. Die Position auf der rechten Seite fällt ihm leichter“, fand auch Trainer Andy Steinmann lobende Worte. „Und wenn er dann noch torgefährlich ist, dann ist es perfekt.“

Filip Lisnic

Gegen Preußen Münster gehörte der 22-jährige Kroate wieder zu den Aktivposten der Sportfreunde. Hinten ließ er kaum etwas zu und schaltete sich immer wieder in die Offensive ein. Wie in der 81. Minute. „Das Tor verhindern bleibt mein Hauptjob“, sagt er. „Aber wenn die Möglichkeit besteht, mich vorne einzuschalten, dann tue ich das auch weiterhin.“

Vom Klassenerhalt ist der Rechtsverteidiger überzeugt, wie auch die tragische Figur des Spiels. 65 Minuten lang hatte Nino Lacagnina als Linksverteidiger eine tadellose Leistung gezeigt. Dann warf er sich in einen Schuss des Ex-Lotters Gerrit Wegkamp, bekam dabei aus kurzer Distanz den Volleyschuss mit dem Rücken zum Ball liegend an den Oberarm. Der Schiedsrichter entschied nicht nur auf Strafstoß, sondern schickte den 27-Jährigen auch per Rot vorzeitig zum Duschen. Froh war Lacagnina, dass Keeper Jhonny Peitzmeier den folgenden Strafstoß gehalten hat, mit dem Platzverweis konnte er sich aber nicht anfreunden. „Was soll ich machen“, meinte er. „Ich bekomme den Ball aus ganz kurzer Distanz an die Hand, sehe ihn nicht einmal.“

Alexander Langlitz

Zumindest hat Lacagnina wie auch Kapitän Timo Brauer einen Entwicklungsfortschritt der Mannschaft gesehen. „In der Hinrunde gingen die Köpfe nach einem Rückstand sofort nach unten. Da war dann fast alles gelaufen. Das ist jetzt anders. Nach dem Rückstand haben wir uns sofort zusammen gerissen und auf den Ausgleich gedrängt. Den haben wir gemacht. Und eigentlich hätten wir auch den Sieg verdient gehabt.“

Verantwortlich für den Rückstand war mit Alexander Langlitz ein Mann, der sechs Jahre lang das SFL-Trikot getragen hat. „Unter dem Strich war es ein gerechtes Unentschieden. Lotte hat mit viel Herz gespielt und sich den Punkt wirklich verdient. Ich finde es immer sympathisch, wenn man so spielt.“ Auf seine Rückkehr hat ins Tecklenburger Land hat sich Langlitz, der mit dem 1:0 für Preußen Münster bereits seinen neunten Saisontreffer erzielt hat, gefreut: „ Es war mal wieder schön hier, ich kenne ja noch viele Leute, die Wege sind bekannt. Ich hatte gute Zeiten hier und komme immer wieder gerne her.“

Erstmals seit dem 13. Spieltag stehen die Sportfreunde in der Tabelle wieder über dem Strich. In der Hinrunde haben sie gegen die bisherigen sieben Gegner fünf Zähler geholt, jetzt sind es neun. Nun stehen vier Spiele gegen Borussia Mönchengladbach II, RW Oberhausen, Schalke 04 II und SV Rödinghausen an, ehe in den dann folgenden fünf Begegnungen gegen direkte Konkurrenten im Abstiegskampf die Entscheidung fallen könnte. In der ersten Serie ergatterten die Sportfreunde in diesen Partien vier von 15 möglichen Zählern.

Diese maue Quote führte zum Absturz in der Tabelle. „Nun sind wir wesentlich gefestigter, machen weniger Fehler“, ist Trainer Andy Steinmann überzeugt. Er hat der Mannschaft Festigkeit und Stabilität verpasst. Das wurde gegen die Fortunas aus Düsseldorf und Köln sowie Preußen Münster deutlich, die in der Tabelle auf den Plätzen drei, vier und fünf beheimatet sind. Wenn die Sportfreunde jetzt auch noch gegen die direkte Konkurrenz im Abstiegskampf entsprechend punkten, sollte der Klassenerhalt auf jeden Fall gelingen.

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