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Bezirksliga: TuS Tecklenburg landet wichtigen 2:1-Sieg gegen Blau-Weiß Aasee

„Heute zählen nur die drei Punkte“

Tecklenburg

Der TuS Graf Kobbo Tecklenburg kam gegen BW Aasee zum einem 2:1-Erfolg, der unter dem Strich verdient war, der aber dennoch unter der Rubrik „Arbeitssieg“ zu verbuchen war.

Von Heiner Gerull

Tugay Gündogan nahm mit dem TuS Graf Kobbo erfolgreich die entscheidenden Hürden, sodass am Ende ein 2:1-Sieg für die Tecklenburger stand. Den zweiten Treffer erzielte der Mittelfeldspieler mit einem verwandelten Foulelfmeter. Foto: Jörg Wahlbrink

Langsam in Tritt gekommen, dann alles im Griff gehabt und am Ende doch noch gezittert – Fußball-Bezirksligist TuS Graf Kobbo machte sich das Leben beim 2:1 (1:0)-Sieg gegen BW Aasee gestern in der Schlussphase unnötig schwer. „Wichtig waren die drei Punkte, das zählt heute“, brachte Tecklenburgs spielender Trainer Julian Lüttmann die 90 Minuten auf den Punkt. „Wir hatten uns durch unsere Erfolgsserie in eine gute Position gebracht. Wir könnten uns nichts dafür kaufen, wenn wir heute verloren hätten.“

Der TuS tat sich anfangs schwer, Zugriff zu bekommen. Doch nach 20 Minuten hatten sich die „Kobbos“ ins Spiel gebissen und man spürte, dass die Mannschaft von Klaus Bienemann und Lüttmann mehr wollte als der Gegner. Die Angriffe bekamen Struktur, eine Spielidee war mit zunehmender Dauer erkennbar.

Vor allem über die linke Außenbahn sorgte Till Guttek mit seiner Schnelligkeit häufig für Alarm im Strafraum der Münsteraner, sodass es einige Male brannte vor dem gegnerischen Gehäuse. Es dauerte jedoch bis zur 44. Minute, ehe die Überlegenheit auch zahlenmäßig zum Ausdruck kam. Felix Große-Wördemann hatte den Ball in den Strafraum geflankt. Dort lauerte Lüttmann, der den Ball in überragender Manier zum 1:0 in die Maschen köpfte.

Nach dem Seitenwechsel blieb der TuS spielbestimmend, ohne jedoch zu zwingenden Chancen zu kommen. Das änderte sich erst in der 59. Minute. Erneut war es Guttek, der auf der linken Außenbahn in Szene gesetzt wurde und dann mit dem Ball am Fuß in den gegnerischen Strafraum eindrang. Er konnte nur durch ein Foul gebremst werden. Den Elfmeter verwandelte Tugay Gündogan locker zum 2:0.

„In dieser Phase war ich mir eigentlich ziemlich sicher, dass wir das 3:0 nachlegen würden“, sprach Bienemann das an, was auch wohl die meisten Tecklenburger Mitte der zweiten Halbzeit empfanden.

Doch das Spiel entwickelte sich in die andere Richtung, weil der TuS nun viele Bälle verlor und kaum noch einmal Zug zum Tor entwickelte. „Wir haben den vorletzten Ball nicht gut gespielt“, befand Bienemann. Dadurch kam Blau-Weiß Aasee ins Spiel zurück. In der 74. Minute landete der Ball nach einem Freistoß aus dem Halbfeld beim eingewechselten Martin Pruin, der aus kurzer Distanz auf 1:2 verkürzte. Vor allem bei Standards wurde es gefährlich. So auch in der 83. Minute, als Jonas Schäfer nach einem weiteren Freistoß das Leder nur um Zentimeter am TuS-Tor vorbeijagte.

Die Tecklenburger brachten den – am Ende auch verdienten – Sieg nach Hause, weil die Gäste aus dem Feld heraus zu keinen Chancen kamen. Tecklenburgs Innenverteidiger räumten alles ab, was sich ihnen in den Weg stellte. „Yalcin Emekci und Patrick Neitzert haben ein richtig gutes Spiel gemacht“, zollte Bienemann den beiden denn auch ein pauschales Lob. „Sie haben hinten alles souverän wegverteidigt.“

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