1. www.wn.de
  2. >
  3. Sport
  4. >
  5. Tecklenburg
  6. >
  7. KFC Uerdingen plant „Heimspiele“ in Lotte

  8. >

Bald weder Drittliga-Fußball am Autobahnkreuz?

KFC Uerdingen plant „Heimspiele“ in Lotte

Lotte/Krefeld

Das ist ein Hammer: Voraussichtlich wird es ab sofort wieder Drittliga-Fußball in Lotte geben. Der ins Schlingern geratene Drittligist KFC Uerdingen plant, seine „Heimspiele“ ab sofort im Stadion am Autobahnkreuz in Lotte auszutragen

Alfred Stegemann

Im Stadion am Autobahnkreuz könnte es bald wieder Drittliga-Fußball geben. Der KFC Uerdingen plant, seine „Heimspiele“ ab sofort in Lotte auszutragen. Foto: Manfred Mrugalla

. Nach Informationen des Kicker und der Westdeutschen Zeitung ist der Deal bereits dingfest. Dem widerspricht SF Lottes 3. Vorsitzender Oliver Kreienbrink, gleichwohl bestätigt er gegenüber unserem Medienhaus Verhandlungen: „Ja, es gibt eine Anfrage aus Uerdingen. Aber es ist noch nichtsunterschrieben.“ Gleichwohl soll eine Einigung kurz bevor stehen.

Da der bisheriger Geldgeber Mikhail Ponomarev seine Unterstützung zurückziehen wird, hatte der KFC ein Insolvenzverfahren beantragt. Ein Käufer scheint mittlerweile gefunden zu sein, so dass der Spielbetrieb aufrecht erhalten werden kann. Nach Angaben der Westdeutschen Zeitung soll es sich um einen Investor aus Armenien handeln. Dabei soll es sich um Roman Gevorkyan handeln, der auch beim armenischen Hauptstadt-Klub FC Noah Erewan und dem italienischen Viertligisten AC Noah Siena involviert ist.

Der KFC wird jedoch seine Ausgaben minimieren müssen. Dazu gehört auch, eine Lösung zu finden, um weniger Stadionmiete zu zahlen. Da der KFC wegen eines langwierigen Umbaus in der eigenen Grotenburgkampfbahn nicht auflaufen kann, hat er zuletzt seine „Heimspiele“ in der Düsseldorfer Merkur-Arena ausgetragen. Da der finanzielle Aufwand dort sehr hoch ist, suchte man eine günstigere Lösung.

Während die Uerdinger nach Informationen des Kicker in Düsseldorf für eine Saison rund 1,2 Millionen Euro an Stadionmiete und damit pro Partie rund 63 000 Euro zahlen mussten, sollen für die neun noch zu spielenden Heimpartienin Lotte in dieser Saison etwas weniger als 200 000 Euro fällig werden. Diese Summen beschränken sich auf Geisterspiele. Werden Zuschauer wieder zugelassen, müssen die Rheinländer noch eine Schippe drauflegen. Schon zu Saisonbeginn soll es eine Anfrage in Lotte gegeben haben, ehe sich die Krefelder doch für Düsseldorf entschieden haben. Jetzt scheint der Deal mit den Sportfreunden im 170 Kilometer entfernten Lotte kurz vorm Abschluss zu stehen.

Startseite
ANZEIGE