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Radball: RSV „Bergeslust“ Leeden

RSV feiert seine Helden

Tecklenburg-Leeden

Seine erfolgreichen Protagonisten ehrte der RSV „Bergeslust“ Leeden unlängst mit einem Empfang an der Halle. Es war eine äußerst erfolgreiche Saison für die heimischen Radballer.

Höchst erfolgreich für den RSV: (hinten v.l.) Olaf Wille, Markus Kuhlage, Christoph Kipp, Udo Kähler, Rolf Meyer-Brüggemann, Benedikt Morgret sowie (vorne v.l.) Pascal Westphal und Ilias Kröner. Es fehlen Jonas Dölling und Louis Klute.

Auf eine überaus erfolgreiche Saison blickt der Radsportverein „Bergeslust“ Leeden zurück. Gleich drei Mannschaften aus der Elite konnten in die nächsthöhere Spielklasse aufsteigen. Und der Nachwuchs spielte sich gleich in zwei Altersklassen bis in das Halbfinale zur Deutschen Meisterschaft. Grund genug, um die Akteure gebührend mit einem Empfang an der Sporthalle zu ehren.

Ein Highlight der Spielzeit ist der Aufstieg von Olaf Wille und Markus Kuhlage in die 2. Bundesliga. Das im vergangenen Sommer neuformierte Duo konnte bereits in der Oberliga überzeugen. Platz eins nach der regulären Spielzeit bedeutete Heimrecht für die NRW-Meisterrunde im Mai. Und auch diese gewannen die Teutoburger, so dass sie als Landesmeister von Nordrhein-Westfalen in die erste Aufstiegsrunde zur 2. Bundesliga starten wollten. Doch kurz davor musste der ehemalige Münsteraner Olaf Wille krankheitsbedingt absagen. Ersatzspieler Christoph Kipp warf an der Seite von Kuhlage all sein Können in die Waagschale. Gegen die namhafte Konkurrenz war jedoch an ein Weiterkommen nicht zu denken. So schien die Premieren-Saison für Wille/Kuhlage beendet. Doch zwei Tage vor dem Aufstiegsfinale überschlugen sich förmlich die Ereignisse. Der RC Iserlohn musste die Teilnahme im baden-württembergischen Elzbach-Prechtal absagen. Dem Reglement entsprechend hatten die Teams aus Brandenburg und Hamburg die Chance, das Finalticket zu übernehmen. Doch beide Vereine verzichteten auf die lange Anreise, so dass sich plötzlich die Gelegenheit für den Teutoburger Radsportverein eröffnete.

Von Null auf Hundert in den Schwarzwald

Kuhlage/Wille zögerten keine Sekunde und bestätigten ihr Antreten bei den Finalspielen im Schwarzwald. Zum Glück, denn in einem hochklassigen Wettbewerb sicherten sich die Leedener nervenstark Platz drei und damit den Aufstieg in das Unterhaus. „Bergeslust“ ist in der nächsten Saison wieder bundesweit auf der Radsportkarte vertreten.

Auch zwei weitere Vertretungen des RSV Leeden bewiesen große Qualität und gute Nerven. Mit dem zweiten Platz in der Verbandsliga qualifizierten sich Benedikt Morgret und Christoph Kipp für die Aufstiegsrunde zur Oberliga. Auch in diesem Turnier musste der Teutoburger Radsportverein krankheitsbedingt umstellen. So fuhr Mario Beck Mitte Mai an der Seite von Morgret auf die Fläche. Hinter den ehemaligen Bundesligisten Axel Schön und Alexander Gahle aus Iserlohn erkämpften sich die Tecklenburger das zweite Aufstiegsticket, so dass der RBL auch in der nächsten Saison eine Mannschaft in der Oberliga stellt. Den Aufstieg in die Verbandsliga sicherten eine Woche später Rolf Meyer-Brüggemann und Udo Kähler. Die Routiniers schlossen die Landesligasaison mit dem Titelgewinn ab und belegten in der Aufstiegsrunde hinter Schiefbahn den zweiten Rang.

Für große Freude sorgten zudem die Nachwuchsradballer des RSV Leeden. Jonas Dölling und Louis Klute dominierten die U17-Liga von Nordrhein-Westfalen und sicherten sich bei der anschließenden NRW-Meisterrunde den Titel. Auch im DM-Viertelfinale vor heimischem Publikum waren Dölling/Klute nicht zu stoppen. Ungeschlagen zogen sie in die Vorschlussrunde ein. Doch wie schon bei der Elite musste auch in diesem Turnier krankheitsbedingt umgestellt werden. Gemeinsam mit U15-Spieler Pascal Westphal hatte Jonas Dölling gegen die starke Konkurrenz keine Chance auf ein Weiterkommen. Mit Platz fünf im Klassement waren die RBLer aber sehr zufrieden.

Den Erfolgen ihrer Vereinskameraden standen die U15-Radballer in Nichts nach. Pascal Westphal und Ilias Kröner qualifizierten sich mit dem zweiten Platz im DM-Viertelfinale in Gau-Algesheim für das Halbfinale zur Deutschen Meisterschaft. Im hessischen Worfelden zeigten sie gegen die körperlich überlegenen Mannschaften einen beherzten Einsatz, der mit dem vierten Rang belohnt wurde. Ein großartiger Abschluss einer außergewöhnlich erfolgreichen Saison, die mit einem Grillabend an der Leedener Sporthalle gefeiert wurde. Nun richten sich die Blicke der Bergelust-Radballer auf die neue Spielzeit, die bereits Ende August mit der NRW-Verbandspokalrunde startet.

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