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Tennis: Turnier beim TC BW Ahlen

Teilnehmer und Ausrichter spenden – und werden zu Gewinnern

Ahlen

Die Premiere ist nicht nur gelungen, sie macht auch Appetit auf mehr. Während es beim Herrenturnier des TC BW Ahlen einen erwarteten Sieger im A.-Feld gab, überraschte ein Lokalmatador in der B-Konkurrenz. Für eine bemerkenswerte Geste sorgten derweil die Organisatoren und alle Platzierten.

Von Simon Beckmann

Gewann das Finale gegen seinen Bruder Noah und damit die Turnierpremiere: Benni Fitzon. Foto: Beckmann

Zwei Tage voller spannender Tennismatches konnten die Zuschauer auf der Anlage des TC BW Ahlen genießen. Erstmalig wurden dort die „Ace-Force“-Open ausgetragen. Im A-Feld – teilnehmen konnte jeder mit einem LK zwischen 1,0 und 25,0 – kam es am Ende zu einem Brüder-Duell zwischen Noah und Benni Fitzon. Im B-Feld (LK 12,0 bis 25,0) spielte sich Benedikt Specht vom gastgebenden Club ins Finale und setzte sich dort die Krone auf.

„Damit habe ich nicht gerechnet. Das ist ein richtig gutes Gefühl“, gestand der 21-Jährige freudestrahlend nach seinem Triumph. Davor zeigte der Ahlener ansprechende Leistungen und zog mit Erfolgen über Gurdit Brar (6:1, 6:0), Nesincan Celik (6:3, 6:2) und Marlon Zamani-Pour (6:3, 7:5) ins Endspiel ein. Dort gewann er mit 6:3, 3:6 und 10:4 gegen seinen Konkurrenten Jonas Menke vom TC Menden, der sich zuvor mit Siegen gegen Robin Everding (6:2, 6:1) und Julian Dukic (7:5, 7:6) ins Halbfinale gespielt hatte und dort wegen eines Verzichts von Philipp Bergmann mit einem Freilos ins Finale gekommen war.

Spenden für die Hochwasser-Betroffenen

Dennoch durfte sich auch der Zweitplatzierte freuen: Denn bei all dem sportlichen Ehrgeiz und Spaß, der bei diesem Turnier im Vordergrund stand, entschied sich die Turnierleitung um Laurenz Bußmann und Timo Nowotny dazu, die generierten Einnahmen an den TC Menden zu spenden. „Jonas hat uns erzählt, dass auch sein Club von dem Hochwasser betroffen ist. Da war die Entscheidung, zu spenden, selbstverständlich“, sagten die beiden Organisatoren.

Nicht zufrieden mit seiner Leistung war unterdessen Leon Bendix. Der Spieler des TC BW Ahlen war als Favorit ins B-Feld gestartet, dann aber bereits im Viertelfinale gegen Bergmann mit 2:6 und 4:6 ausgeschieden. „Ich habe den Griff umgestellt und die Technik bei meiner Rückhand verändert. Da fehlte mir die Sicherheit“, offenbartet der 25-Jährige. Hinzu sei Umzugsstress gekommen.

Luke Bornemann unterliegt – und hat dennoch jede Menge Spaß am Spiel

Sein Teamkollege Luke Bornemann war dagegen mit seiner eigenen Vorstellung einverstanden: „Das Viertelfinale war ziemlich eng und hat richtig Spaß gemacht – auch, wenn es am Ende nicht fürs Weiterkommen gereicht hat.“ Dort behielt nämlich Zamani-Pour die Oberhand (6:4, 2:6, 10:6). Für den Ahlener letzten Endes zweitrangig. „Das Turnier ist super organisiert, man kann viele neue Spieler kennenlernen und schönes Tennis anschauen“, bemerkte der 21-Jährige.

Im A-Feld zeichnete sich bereits am Samstag ab, dass es im Endspiel zu einem Brüder-Duell zwischen Benni und Noah Fitzon – beide haben das Tennis spielen beim TC BW Ahlen gelernt – kommen sollte. In der ersten Gruppe setzte sich Noah Fitzon mit Siegen gegen Alexander Schmulbach (6:1, 6:1), Stefan Hoffrichter (6:2, 6:2) und Maximilian Greshake (7:5, 6:4) an die Spitze. Sein Bruder Benni gewann souverän die zweite Gruppe – 6:0, 6:0 gegen Alexander Bernhagen, 6:1, 6:0 gegen Frederik Offers und 6:0, 6:1 gegen Sebastian Wittag.

„Als älterer Bruder möchte man das Finale natürlich für sich entscheiden“, erzählte Benni vor dem ersten offiziellen Endspiel gegen seinen Bruder mit einem Augenzwinkern. „Ich lasse Noah auf jeden Fall viel laufen“, schob der 24-jährige Spieler vom TC SuS Bielefeld hinterher. Für Noah stand unterdessen der Spaß im Vordergrund. Der Akteur des SV Arminia Gütersloh versprach aber ebenfalls, eine „gute Show“ abzuliefern. Und die bekamen die Zuschauer am Ende auch: Mit 7:5 und 6:4 setzte sich Benni Fitzon in einem engen Match durch. Sein Preisgeld spendete er im Anschluss ebenfalls an den TC Menden – einem Tenniskameraden und seinem Club zu helfen, sei eben wichtig.

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