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Fußball: Bezirksliga

Frank Busch von der SG Telgte: „So habe ich das noch nie erlebt“

Telgte

Gegentore in der Nachspielzeit bescherten der SG Telgte eine 1:2-Niederlage bei SuS Cappel und ein 1:1 gegen den VfL Wolbeck. Frank Busch wird daran noch eine Weile zu knacken haben, wie der Trainer des Bezirksligisten im Interview erkennen lässt.

Von Ralf Aumüller

„Ich will nicht, dass wir hier in Telgte zu schnell zufrieden sind“, sagt Trainer Frank Busch. Foto: Aumüller

Das hat zweimal richtig wehgetan: Gegentore in der Nachspielzeit, quasi in letzter Sekunde, bescherten der SG Telgte am Sonntag eine 1:2-Niederlage bei SuS Cappel und am Donnerstagabend ein 1:1 gegen den VfL Wolbeck. Frank Busch wird besonders an dem Unentschieden gegen stürmische, aber harmlose Wolbecker noch eine Weile zu knacken haben, wie der Trainer des Fußball-Bezirksligisten im Interview am Freitag erkennen ließ.

Ist Ihr Ärger am Tag danach schon verraucht?

Busch: Nein. Ich bin ja schon lange dabei, aber so habe ich das noch nie erlebt. Dass man mal Konterchancen vergibt und in der 80. oder 85. Minute noch den Ausgleich bekommt, kann ja passieren. Aber in dieser Konstellation war das für mich neu. Ich hatte vorher einen positiven Trend gesehen, es ging mit unseren vielen jungen Leuten in die richtige Richtung. Auf diese zarte Pflanze sind wir jetzt selbst getreten. Und dann kommen auch noch Verletzungen wie die von Felix Dep­ner oder jetzt von Konstantin Schoof dazu (Diagnose steht noch aus, die Reaktion).

Woran hat es gegen Wolbeck gelegen: Unkonzen­triertheit? Nervenschwäche? Sorglosigkeit?

Busch: In den entscheidenden Situationen fehlte die Konzentration. In der zweiten Halbzeit haben wir nicht mehr die Präsenz gezeigt wie in der ersten. Wir hatten viele leichte Ballverluste und wollten oft zu schwierig spielen. Das war mir ein bisschen zu lasch. Fit genug sind wir. Am Ende ist es in beiden Spielen aber auch sehr unglücklich gelaufen. Wenn unser Unglück jetzt aufgebraucht ist, dann ist es ja auch gut.

Mit den drei verschenkten Punkten aus den beiden Spielen hat Ihre Mannschaft den überraschenden Sieg in Freckenhorst wieder ausgeglichen.

Busch: Ja, das hat sie. Die drei Punkte in Freckenhorst waren ein Bonus, den wir uns an dem Abend auch verdient hatten. Jetzt haben wir die Punkte in Cappel und aus eigener Dummheit gegen Wolbeck wieder abgegeben.

Was ziehen Sie Positives aus dem Spiel gegen Wolbeck?

Busch: Die erste Halbzeit fand ich klasse. Da waren wir richtig gut, vor allem wie wir immer wieder geduldig hinten herum aufgebaut haben. Wir wollten die Wolbecker ins Laufen bringen, und das ist uns auch gelungen. So souverän müssen wir über 90 Minuten spielen. Und wir müssen bis zum Schluss gallig sein auf die drei Punkte. Ich will nicht, dass wir hier in Telgte zu schnell zufrieden sind.

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