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Handball: Bezirksliga

Neustart des TV Friesen Telgte II gegen den Tabellenletzten

Telgte

Zum ersten Mal nach knapp vier Monaten bestreitet der TV Friesen Telgte II wieder ein Spiel. Zu Gast ist Westfalia Kinderhaus II. Der Tabellenletzte verliert zwar fast immer, aber fast immer nur sehr knapp. Bei den Friesen gibt es in jedem Fall etwas zu feiern.

Von Ralf Aumüller

Nase gebrochen: Lars Enzner kann bis auf Weiteres kein Handball spielen. Foto: Penno

Sebastian Seitz verbringt seinen heutigen Geburtstag in großer Runde. Mit Leuten, mit denen er gerne zusammen ist. Ob es auch ein gemütlicher Abend wird, steht in den Sternen. Seitz sitzt in der Dreifachhalle am Schulzentrum auf der Bank (oder steht davor, je nach Pulsschlag) und coacht seine Handballer. Zum ersten Mal wieder seit knapp vier Monaten in einem Spiel. Die zweite Mannschaft des TV Friesen setzt nach der coronabedingten Pause am heutigen Dienstag die Bezirksliga-Saison fort. Anwurf ist um 19.45 Uhr.

Zumindest auf dem Papier könnte es eine fröhliche Party für den Coach werden. Die Telgter, Tabellenvierter in der Bezirksliga-Staffel 2 mit acht Teams, erwarten das Schlusslicht. Die Bilanz von Westfalia Kinderhaus II: null Siege, ein Unentschieden, sechs Niederlagen. Also nur Formsache für die Friesen?

Aus dem Hinspiel gewarnt

Nicht unbedingt. Die Münsteraner haben zwar fast immer verloren in dieser Saison, aber fast immer knapp. Fünf Tore Unterschied war das Höchste, dreimal hatten sie nur mit einem oder zwei Toren das Nachsehen. Gegen Tabellenführer Coesfeld unterlagen sie mit 23:24.

Warnung genug bietet auch das Hinspiel. Beim 23:20-Sieg in Kinderhaus mussten die Telgter ganz schön kämpfen. „Wir haben das erst in den letzten sechs, sieben Minuten klargemacht“, erinnert sich Seitz. „Kinderhaus hat eine sehr stabile Deckung, sehr robust, gerade im Mittelblock.“

Sebastian Seitz

Bleibt auch die Frage, wie schnell die Friesen-Zweite nach der langen Pause wieder in Tritt kommt. Das letzte Match datiert vom 13. November 2021, ein 32:25-Sieg gegen die HSG Gremmendorf/Angelmodde. Zumindest der Kader hat sich nicht verändert. 18 Spieler stehen Seitz gegen Kinderhaus zur Verfügung, also zwei zu viel. Ob Johannes Große-Schute dabei ist, war am Montag noch offen. Der zentrale Rückraumspieler hat berufsbedingt monatelang nicht mit der Mannschaft trainiert. Ganz sicher fehlt Lars Enzner, der sich im Training die Nase gebrochen hat.

Ansonsten „haben alle Bock, dass es wieder losgeht“, hat Seitz beobachtet. „Die Motivation ist sehr hoch.“ Und der Trainer verspricht, an seinem 38. Geburtstag in jedem Fall etwas springen zu lassen. Er weiß: „Bei einem Sieg schmeckt das natürlich viel besser.“

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