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Reiten: Agravis-Cup

RV Gustav Rau Westbevern ist diesmal auch mit Platz drei zufrieden

Westbevern

Eine Null-Fehler-Runde im Springen weniger, und der RV Gustav Rau Westbevern hätte die Wanderstandarte der Stadt Münster wieder mit nach Hause nehmen dürfen. Aber auch mit dem dritten Platz bei der Bauernolympiade waren alle zufrieden beim Rekordsieger.

Sabine Schulze Beckendorf blieb mit Quinie im abschließenden Springen ohne Abwurf. Die 21-Jährige vom RV Gustav Rau gewann die Einzelwertung beim Wettkampf um die Wanderstandarte der Stadt Münster. Foto: Hartwig

Der Titelverteidiger und Rekordsieger der Bauernolympiade musste sich diesmal mit dem dritten Platz zufriedengeben. Nach Platz zwei in der Dressur und Rang zwei in der Mannschaftskür fiel der RV Gustav Rau Westbevern beim abschließenden Springen noch einen Rang zurück. Den Sieg beim 85. Wettkampf um die Wanderstandarte der Stadt Münster sicherte sich der RV Albachten, der nach zwei der drei Teilprüfungen noch Dritter war. Der RFV Nienberge-Schonebeck, Sieger von 2019, wurde Zweiter.

Gab es lange Gesichter in der Westbeverner Equipe? Nein, ganz im Gegenteil. „Wir sind darüber wirklich happy“, versicherte Sabine Schulze Beckendorf, mit Quinie die Siegerin in der Einzelwertung. „Wir sind super zufrieden“, sagte auch Reitlehrerin Tanja Alfers. Reiterin und Trainerin wollen nichts schönreden, sie haben nur den Umbruch im Blick, den die Mannschaft des Dauersiegers hinter sich hat. Fünf der sechs Teammitglieder erlebten ihre Premiere bei der Traditionsveranstaltung in der Halle Münsterland. Nur Schulze Beckendorf, auch erst 21 Jahre alt, war schon mal dabei.

Sie blieb am Samstag im Springen mit Quinie ohne Fehler, ebenso wie die 16-jährige Mialina Meyer mit Curly Sue und Alexandra Decker mit Light My Fire. Ein weiterer Nuller, und der RV Gustav Rau hätte die Wanderstandarte wieder mit nah Hause nehmen dürfen. So kamen aber noch die zwölf Strafpunkte von Laura Wellenkötter mit Cascada As in die Wertung. Zudem starteten Sophia Wittkamp mit Enjoy the magic (13 Fehlerpunkte) und Felicia Niederhofer mit Ratatouille (16). Albachten hatte zuvor vier Nullrunden hingelegt.

„Drei Nullrunden sind schon gut mit dieser jungen Mannschaft“, betonte Alfers. „Auch die fünf Neuen haben sich hier super präsentiert.“ Allen Beteiligten sei bewusst gewesen, dass die jungen Pferde nach den Prüfungen am Donnerstag müde seien – „und dass dann Fehler passieren“, sah die erfahrene Mannschaftsführerin die Ergebnisse ganz entspannt.

Außerdem meinte Alfers: „Dem Wettkampf tut es gut, dass mal wieder jemand Anderes gewonnen hat. Und wir freuen uns jetzt auf die Siegesfeier in Albachten.“ Und natürlich auf die 86. Bauernolympiade 2024. Greift der RV Gustav Rau dann wieder an? „Ja, definitiv“, verspricht Tanja Alfers. „Unsere Reiterinnen haben dazugelernt. Das können sie im nächsten Jahr mitnehmen.“

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