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Fußball: Bezirksliga

SG Telgte liegt gegen Liesborn dreimal zurück und gewinnt 4:3

Telgte

Wieder ein Torfestival im Takko-Stadion, wieder ging die SG Telgte als Sieger vom Platz. Nach dreimaligem Rückstand gewann das letzte Aufgebot der Gastgeber mit 4:3 gegen den SV Westfalen Liesborn. Große Unterhaltung, aber die Eintrittspreise bei der SG sollen stabil bleiben.

Von Ralf Aumüller

Einer der Matchwinner: Keno Lubeseder (l.), hier gegen den Liesborner Nikolaos Dimakos, erzielte die ersten beiden Tore und wurde vor dem Elfmeter zum 3:2 gefoult. Foto: Aumüller

Das muss man der SG Telgte ja lassen: Fürs Eintrittsgeld wird in dieser Saison immer etwas geboten. Wenn die Fußballer aus der Emsstadt auf dem Rasen stehen, fallen Tore – erst ein 5:3-Sieg gegen den SC Sönnern und an diesem Sonntag ein 4:3 (1:1)-Erfolg gegen den SV Westfalen Liesborn. „Wir müssen mal darüber nachdenken, im nächsten Heimspiel einen kleinen Aufschlag zu nehmen“, sagte Trainer Frank Busch. Keine Sorge, das war nur ein Witz. Die Preise im Takko-Stadion bleiben stabil.

Auch wenn den Telgtern fast der halbe Kader fehlte und sie bei dieser wilden Fahrt dreimal in Rückstand lagen, war Busch nach dem Abpfiff kein rundum glücklicher Mensch. „Für mich war das ein bisschen zu wild“, sagte er ganz aus Trainersicht. Liesborn pflügte den Rasen gehörig um, kämpfte um jeden Zentimeter Boden, gehört aber sicherlich zu den Mannschaften, gegen die die Telgter gewinnen müssen, wollen sie mit dem Abstiegskampf nichts zu tun haben. Liesborn bleibt sieglos, die SG steht jetzt auf Platz drei in der Bezirksliga – mit dem vielsagenden Torverhältnis von 14:13.

Frank Busch

Das letzte Aufgebot der Hausherren ließ sich weder vom 0:1 (14.), vom 1:2 (49.) durch einem Freistoß oder vom 2:3 (61.) aus der Bahn werfen. Beim 1:1 (39.) wehrte der Gäste-Torwart erst einen Schuss von Philipp Hartmann ab, ehe Keno Lubeseder doch noch traf. Beim 2:2 (51.) stand Lubeseder nach einer Ecke völlig frei. Das 3:3 (66.) besorgte Josef Maffenbeier per Elfmeter nach einem Foul an Lubeseder. Und Maffenbeier bereitete das 4:3 (76.) durch Lukas Kleinherne vor. Die Moral stimmte also.

„Ja, die Jungs haben nie aufgegeben“, sagte Frank Busch. Aber das Trainerauge sieht ja auch noch ganz andere Dinge. „Manchmal sah das wie bei einem Flipperautomaten aus. Ich wünsche mir mehr Ruhe, dass wir hinten stabiler stehen und mehr Fußball spielen.“

Die Zuschauer dagegen, wenn sie denn nicht gerade aus Sönnern oder Liesborn kommen, dürften den Unterhaltungswert bei den Heimspielen der SG deutlich mehr schätzen.

SG: Mende – Gronover, Kretzer (85. Dombrowsky), Schwienheer, Kleinherne – Plagge (73. Moreira), Lubeseder, Hartmann (85. B. Busch), Hitchcock – Malaj, Maffenbeier. Tore: 0:1 Drees (14.), 1:1 Lubeseder (39.), 1:2 Freitag (49.), 2:2 Lubeseder (51.), 2:3 Neitemeier (61.), 3:3 Maffenbeier (FE/66.), 4:3 Kleinherne (76.).

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