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Basketball: 2. Regionalliga

SG Telgte-Wolbeck spielt beim BC Soest zu hektisch und verkrampft

Telgte

Weil sie eh Außenseiter waren, wollten die Telgte-Wolbeck Baskets beim Spitzenreiter BC Soest ganz locker auflaufen, ohne jeden Druck. Das hat überhaupt nicht geklappt. Die Gäste verloren sehr deutlich.

Von Ralf Aumüller

Den Telgte-Wolbeck Baskets, hier Shayan Anssari, fehlte die nötige Geduld, um beim Tabellenführer für einen Sieg infrage zu kommen. Foto: René Penno

Um gegen den souveränen Tabellenführer zu gewinnen, braucht man einen Sahnetag. Außerdem ein bisschen Glück und auf jeden Fall einen kühlen Kopf. Die Telgte-Wolbeck Baskets spielten am Samstagabend zu ungestüm, um von ihrem schwierigen Auswärtsspiel mehr mitzubringen als die Erkenntnis, dass sie es dem Spitzenreiter der 2. Regionalliga zu leicht gemacht haben. So ermöglichten sie dem BC Soest mit dem 75:56 (39:24) den neunten Sieg im neunten Spiel.

„Das hätte enger verlaufen können, wir waren aber zu verkrampft“, sagte Marc Schwanemeier, der Coach der Spielgemeinschaft aus Telgte und Wolbeck. „Vielleicht wollten die Jungs zu viel. Sie haben auf jeden Fall nicht befreit aufgespielt.“

Kurze Aufholjagd

Nach ausgeglichenem Beginn verloren die Gäste die Ruhe. „Wir haben die Würfe zu schnell genommen, entsprechend schlecht war unsere Trefferquote“, so Schwanemeier. Soest nutzte das zur 23:11-Führung nach dem ersten Viertel. In den zweiten zehn Minuten lief es etwas besser für die Baskets, „die Quote war aber immer noch unterirdisch“, so der Coach. Beim Stand von 24:39 ging es in die Pause.

In die zweite Halbzeit startete Telgte-Wolbeck mit einem 7:0-Punkte-Lauf zum 31:39. Das Team kam auf 34:40 heran. „Dann sind wir wieder zu hektisch geworden, sind nicht mehr cool geblieben, und Soest hat Punkt um Punkt gemacht“, klagte Schwanemeier. Nach dem 38:57-Rückstand (27.) verkürzte seine Truppe zwar wieder auf 46:59, doch zu Beginn des letzten Viertels beseitigten die Soester alle Restzweifel an einem Heimsieg. „Sie haben es mit einer starken Defense clever runtergespielt“, sagte der SG-Trainer. Der Meisterkandidat ging sogar mit 73:50 in Führung.

Jetzt zwei wichtige Spiele

„Ich habe das Gefühl, dass wir zu viel Respekt hatten. Wir haben uns selbst unter Druck gesetzt, was wir eigentlich nicht wollten“, so Schwanemeier. Kleiner Trost: Die direkte Konkurrenz in der unteren Tabellenregion hat an diesem Spieltag auch nicht gepunktet.

Beim Ersten kann man verlieren. Die beiden nächsten Matches sind deutlich wichtiger für die Baskets. Am kommenden Samstag (29. Januar, 19.30 Uhr) kommt das noch sieglose Schlusslicht TSVE 1890 Bielefeld nach Telgte, dann geht es zum Drittletzten Citybasket Recklinghausen II. Marc Schwanemeier weiß: „Wenn wir den Abstand nach unten halten wollen, müssen wir beide Spiele gewinnen.“

Telgte-Wolbeck: D. Blome (15), F. Blome (9), Burrichter (7), Sierra (6), Schmidt (5), König (5), Anssari (4), Krapp (3), Patte (2), Ahmedin, Touré Diaby.

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