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Handball: Bezirksliga

TV Friesen Telgte richtet den Blick jetzt aufs rein Sportliche

Telgte

Der Sommer war ja aufregend genug beim TV Friesen Telgte. Mit dem Saisonstart in der Bezirksliga soll der Sport wieder das beherrschende Thema sein. Die Bezirksliga ist in zwei Staffeln aufgeteilt. Nach Hin- und Rückrunde werden eine Aufstiegs- und Abstiegsrunde gespielt.

Von Ralf Aumüller

Völlig entspannt verfolgte Sebastian Seitz das Testspiel gegen den ASV Senden II. Foto: Aumüller

Dass die Saisonvorbereitung so ganz störungsfrei für die zweite Handballmannschaft des TV Friesen verlaufen ist, lässt sich nicht gerade behaupten. Harzverbot durch die Kommune, Wechsel in der Abteilungsführung, Rückzug der Ersten aus der Landesliga – in Telgte war in diesem Sommer der Teufel los. Wie kriegt man da den Blick wieder aufs rein Sportliche gelenkt?

„Ach, die Jungs tragen das super mit“, sagt Sebastian Seitz, der Trainer der bisherigen zweiten Mannschaft. „Klar redet man darüber. Aber es ist nicht das beherrschende Thema in der Truppe.“ Das soll ab sofort wieder Handball sein – der Saisonstart in der Bezirksliga, den Seitz mit einem großen und stark verjüngten Kader angeht. „Ich glaube, dass noch einiges in der Truppe steckt. Das müssen wir uns jetzt erarbeiten, gerade mit den Spielern, die aus der A-Jugend in den Männerhandball hochgekommen sind“, sagt Seitz.

Liga ist nicht einzuschätzen

Sie müssen sich vom Leistungsstand in der Liga überraschen lassen, die etablierten Kräfte aber auch. Niemand könne einschätzen, wie die anderen Clubs aus der Corona-Pause kommen, so Seitz. Auch die Reserve von Westfalia Kinderhaus, am Samstag (19 Uhr) zum Auftakt Gastgeber der Telgter, gibt dem Friesen-Coach eher Rätsel auf. „Wir müssen die ersten Spiele erst mal abwarten, bis wir mehr sagen können.“

Bis zu 16 Namen dürfen nun auch in der Bezirksliga auf dem Spielberichtsbogen stehen. Noch offen ist bei den Telgtern, ob die angeschlagenen Kai Schwertner, Marcel Sommer, Steffen Hotte und Lukas Börger in der ersten Partie in Kinderhaus dabei sein können.

Sebastian Seitz

Die Saison wird gesplittet. Die Bezirksliga Münsterland ist in zwei Staffeln mit jeweils acht Teams aufgeteilt. Die spielen bis zum 19. Februar eine Hin- und Rückrunde. Die ersten drei Teams beider Gruppen spielen in einer weiteren Runde um den Aufstieg, die anderen jeweils fünf um den Klassenerhalt. Peilen die Friesen also die Aufstiegsrunde an, obwohl sie wegen des Landesliga-Rückzugs der Ersten in dieser Saison gar nicht aufsteigen dürfen? „Wir haben eine junge Mannschaft, da muss man immer mit Schwankungen rechnen“, so Seitz. „Deshalb können wir jetzt nicht hinausposaunen, dass wir unbedingt unter die ersten drei kommen wollen.“

Bleibt auch die Frage, wie sich das Harzverbot auswirken wird. „Wir müssen die Situation so nehmen wie sie ist“, versucht sich Seitz in Pragmatismus. Leicht fällt ihm das nicht. „Ich bleibe dabei: Handball ohne Harz ist nur halb so attraktiv wie mit Harz. Das Spektakuläre wird fehlen, die besonderen Elemente im Spiel.“

Davon mal ganz abgesehen: Grundsätzlich ist es ja auch gut, wenn es wieder etwas ruhiger wird beim TV Friesen.

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