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Tischtennis: Zahl der Damen-Teams sinkt seit 20 Jahren

Und dann sind es nur noch zwei ...

Tecklenburger Land

ie Zahl der Tischtennis-Damenteams ist in den letzten 20 Jahren im Tecklenburger Land kontinuierlich gesunken. Mittlerweile gibt es seit drei Spielzeiten nur noch zwei Mannschaften. Sie werden vom TTV Mettingen und SV Dickenberg gestellt und gehören der Damen-Bezirksklasse, der untersten Klasse, an.

Ludger Keller

2005 schaffte der TTV Mettingen mit (von links) Qing Yang, Christine Schliek, Vanesja Sriskandarajah (Lampe) und Ilka Wöste (Ruwe) den Aufstieg in die Oberliga. Foto: Ludger Keller

D Ein Grund für die rückläufige Entwicklung ist nach Meinung vieler Experten die Regelung, dass seit einiger Zeit Spielerinnen in Herrenteams eingesetzt werden können.

Mitte der 1970er-Jahre und in den 1980er-Jahren kämpften regelmäßig 20 Mannschaften um Meisterschaftspunkte. In dieser Zeit bot fast jeder TE-Verein wenigstens ein Damenteam auf. Selbst Vereine wie TTC Lotte-Osterberg, TuS Tecklenburg, BSV Brochterbeck, VfL Büren, Arminia Ibbenbüren, SV Halverde, die im Tischtennis mittlerweile von der Bildfläche verschwunden sind, stellten eine Formation. Zur Saison 1969/70, also vor über 50 Jahren, wurde zum ersten Mal eine Damen-Kreisklasse ins Leben gerufen.

Die Meisterschaft errang damals Westfalia Westerkappeln vor Concordia Velpe II, SV Dickenberg und TTV Mettingen. In dieser Spielzeit spielten die erste Garnitur des TTC Concordia Velpe, dem heutigen SC VelpeSüd, und der TV Ibbenbüren in der Bezirksklasse. Aus ihr stiegen die Velperinnen als Drittplatzierte in die Landesliga auf. Diese Klasse mussten Renate Westermann (Vöge), Irmhild Laumeyer (Skalischus), Annegret Schallenberg und Ellen Hermann (Stalljohann) nach drei Jahren wieder verlassen.

Als Meister der Bezirksklasse schaffte der TTC Lengerich 1975 den Sprung in die Landesliga. Zum Meisterteam gehörten unter anderem Bärbel Lewedag und die 14-jährige Monika Stork (Zimmer), die etwas später mit DSC Kaiserberg mehrfach Deutsche Meister und Nationalspielerin wurde. Nach dem postwendenden Abstieg und einem achten Platz in der Bezirksklasse ging es für den TTC zurück in die Kreisliga, die schon damals mit Mannschaften aus dem Kreis Burgsteinfurt (Emsland) gebildet wurde.

1978 gelang dem TV Ibbenbüren unter anderem mit Annette Dierkes (Steinigeweg), Anne Mieseler und Regina Klüppel als Zweiter der Bezirksklasse der Landesliga-Aufstieg. Mit einem 10. Platz wurde jedoch der Klassenerhalt verpasst. Danach löste sich die Mannschaft auf. Aus ihr wechselte daraufhin Anne Mieseler zum Landesliga-Aufsteiger Cheruskia Laggenbeck, der sich ein Jahr später mit ihr, Ute Waltermann (Hergemöller), Ingrid Bosse und Roswitha Völler sofort die Meisterschaft sicherte und in die Oberliga aufstieg.

In dieser Klasse verbrachten die Laggenbeckerinnen bis 1995 insgesamt zwölf Jahre. Unterbrochen wurde dieser Zeit durch zwei Abstiege und eine Saison (1988/89) in der Regionalliga. 1989/90 gehörte auch die Zweitvertretung des SV Cheruskia, die mit Ute Hergemöller, Ruth Sommermeyer, Inka Voss und Katrin Finke als Meister der Verbandsliga der Oberliga an. In dieser Spielzeit gaben die Velper Damen mit der Ex-Ibbenbürenerin Annette Steinigeweg ein einjähriges Gastspiel in der Verbandsliga.

Nachfolger von Laggenbeck in der Oberliga wurde 1997 der TuS Recke. In den drei Jahren der Zugehörigkeit erreichte das Team um Katja Albers und der ehemaligen Bundesliga-Spielerin Monika Zimmer als beste Platzierung 1998 Rang vier. 2002 meldeten sich die Reckerinnen, die sich mit der Bundesliga erfahrenen Annette Mausolf verstärkt hatten, nach dem Gewinn der Landesliga-Meisterschaft aus personellen Gründen vom Spielbetrieb ab. Diesen Schritt vollzogen die Laggenbecker Damen 2011 als Fünfte der Verbandsliga.

Von 2003 bis 2006 stand die Hochburg im Damen-Tischtennis in Mettingen. In dieser Zeit schaffte der TTV mit Vanesja Sriskandarajah (Lampe), Ilka Wöste (Ruwe) und Qing Yang den Durchmarsch von der Bezirksliga in die Oberliga. In der Saison 2003/04 stellte der TTV vier Damenteams, von denen die Zweitvertretung Vierter in der Bezirksliga und die dritte Garnitur Sechste in der Bezirksklasse wurde. Von 2011 bis 2013 gehörten die von Ilka Ruwe angeführten Mettingerinnen mit drei Nachwuchsspielerinnen wieder der Verbandsliga an.

1993/94 war der SV Dickenberg als Bezirksliga-Meister für ein Jahr in der Verbandsliga am Start. Dort trafen Katja Albers, Sabine Spiewak, Sigrid Kemme, Ruth Ostendorf (Kolkmann) und Daniela Vorbrink unter anderem auf Recke und Laggenbeck. Bezirksliga-Luft schnupperten der SV Halverde mit Spitzenspielerin Annette Ostholthoff von 1985 bis 1987 und der TTC Ladbergen (2002/03). Zwei Jahre (1986 – 1988) ging Brukteria Dreierwalde mit Ulrike Tepe (Korth) als Nummer eins in der Bezirksklasse auf Punktejagd.

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