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Volleyball: Bundesliga Frauen

1:3 – für den USC Münster gibt es in Wiesbaden nichts zu holen

Münster

Der USC Münster hat am Freitagabend seine Bundesliga-Partie beim VC Wiesbaden verloren. Mit 1:3 (29:27, 18:25, 16:25, 20:25) endete die Partie, in der Topscorerin Iris Scholten nach Sara Dukic ein weiterer Ausfall war. Dieser war nicht zu kompensieren, auch nicht durch das Erstliga-Comeback einer langjährigen USC-Kapitänin.

Von Henner Henning

Auf verlorenem Posten: Im Kollektiv stemmten sich (v.l.) Katerina Valkova, Nikolina Maros, Elena Kömmling und Libera Marta Hurst gegen die Niederlage in Wiesbaden. Foto: Corinna Beck

Im dritten Duell mit dem VC Wiesbaden hat der USC Münster am Freitagabend die zweite Niederlage kassiert. Nach dem 2:3 im Hinspiel am Berg Fidel und dem 3:0-Erfolg im Pokal-Viertelfinale in Hessen verlor die Mannschaft von Trainerin Lisa Thomsen nun mit 1:3 (29:27, 18:25, 16:25, 20:25). „Wir waren als Mannschaft einfach nicht gut genug im Angriff. Das war der entscheidende Punkt“, konstatierte Thomsen nach 115 intensiven Spielminuten, in denen Ines Bathen zu einem Bundesliga-Comeback kam.

In der Offensive mussten die Westfälinnen den kurzfristigen Ausfall der verletzten Diagonalangreiferin Iris Scholten kompensieren. Ohne seine Topscorerin tat sich der USC zunächst schwer, musste in die Partie reinfinden. Nikolina Maros als Scholten-Ersatz benötigte eine kurze Anlaufzeit, kam dann aber wie ihre Teamkolleginnen immer besser in Tritt – und so baute der USC den Fünf-Punkte-Rückstand (4:9, 6:11) Schritt für Schritt ab.

Maria Schlegel, auffälligste Angreiferin der Gäste, glich nach einem langen Ballwechsel mit guten Abwehraktionen zum 13:13 aus. Die Unabhängigen meldeten sich in Satz eins wieder an, um dann erneut ins Hintertreffen zu geraten. Beim 20:23 schien der Eröffnungsabschnitt entschieden, doch Münster kämpfte sich erneut zurück und hatte gar Satzball, den Laura Künzler noch abwehrte. Doch als Barbara Wezorke Wiesbadens Chance zur Führung vereitelt hatte, packte Münster seine vierte Möglichkeit beim Schopfe und holte sich durch Anna Wrucks Netzberührung den ersten Abschnitt. Was für eine Aufholjagd.

Fehlstart in Satz zwei

Eine solche gelang dem Thomsen-Team in Satz zwei dagegen nicht, die Hypothek des Fehlstarts (1:7) wog zu schwer. In dieser Phase scheiterte der USC (Schlegel, Maros) zu oft am VCW-Block, brachte seine Angriffe nicht mehr durch und ließ auch in der Aufschlageffektivität nach. Immerhin steigerte sich Münster nach dem 11:19 durch den Servicewinner der ehemaligen USClerin Liza Kastrup, kam noch einmal zaghaft heran (15:20). Mehr aber nicht.

Thomsen stellte nun um, gab Maros eine Pause. Kirchhoff wechselte auf die Diagonalposition, dazu kam Bathen aufs Feld. Zumindest eine Kurzzeit-Wirkung entfachten die Umstellungen, nach zehn Ballwechseln war Münster zwei Zähler vorne. Allerdings nicht lange, die nächsten vier Punkte gingen direkt wieder an den VCW, der in der Folge energischer, durchschlagskräftiger daherkam als der USC, der sich nun zu viele Fehler leistete. Zudem funktionierte das Spiel über die Mitte nicht wie gewünscht und erhofft. So verlor Münster den Anschluss, nicht erst nach den beiden Aufschlagpunkten von Wruck zum 20:9 war Wiesbaden enteilt.

Maria Schlegel wird MVP

Münster war nun gefordert, um noch etwas Zählbares mitzunehmen – und ja, der USC muckte noch einmal auf. Bathen stellte mit einem Block gegen Lena Große Scharmann auf 7:5, nach Wrucks Aufschlagfehler stand es wenig später 11:8. Doch als Münster eine 0:7-Serie, in der Thomsen bei einer Auszeit sehr laut wurde, zum 11:15 kassiert hatte, war die Vorentscheidung gefallen.

Die Unabhängigen erholten sich nicht mehr. Auch weil Schlegel – sie wurde zu Münsters Besten gewählt – in der Schlussphase nicht mehr durchkam. So stand nach dem verwandelten Matchball von Tanja Großer das 1:3 fest, mit der sich der VCW im Kampf um einen Playoff-Platz vom USC zunächst einmal absetzte. Acht Punkte trennen die Kontrahenten nun.

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