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Volleyball: Bundesliga Frauen

Klassiker am Berg Fidel: Der USC Münster empfängt Schwerin

Münster

USC Münster gegen den Schweriner SC – ein Duell, das lange Tradition in der Volleyball-Bundesliga hat. Am Samstagabend steigt dieser Evergreen, dieser Klassiker einmal mehr am Berg Fidel, diesmal mit tabellarisch veränderten Vorzeichen. Denn es ist nicht etwa der favorisierte Gast aus Mecklenburg-Vorpommern, der im Ranking derzeit die Nase vorn hat.

-hen-

Kapitänin Marta Hurst und der USC empfangen am Samstag den SSC aus Schwerin, der aktuell hinter Münster rangiert. Foto: Jürgen Peperhowe

Man muss lange im Ergebnis-Archiv der Volleyball-Bundesliga stöbern, um auf diese Rarität zu stoßen. 17 Jahre ist es her, dass der USC Münster letztmals nach fünf absolvierten Spielen vor dem SSC Palmberg Schwerin lag. Damals waren die Unabhängigen die Nummer eins im Land, feierten in der Saison 2004/05 mit dem Double ihre letzten Titel. Danach hatte immer der SSC mehr Punkte auf dem Konto – mal mehr wie etwa 2007/08, als Münster mit nur einem Sieg aus 13 Partien gestartet war, mal weniger, etwa in den Spielzeiten 2011/12 und 2013/14. Wenn sich nun aber die beiden Konkurrenten am Samstag (19 Uhr) zum ersten Treffen der aktuellen Saison sehen, sind die Rollen – zumindest rein tabellarisch – erstmals seit dem Herbst 2004 wieder vertauscht.

Man reibt sich schon einmal verwundert die Augen, wenn mal die Ergebnisliste so studiert. Nur zwei Siege aus fünf Begegnungen stehen da für Schwerin zu Buche, das macht in der Summe sechs Punkte – der USC kommt auf einen mehr. Ein Duell auf Augenhöhe also, zumal sich der SSC zuletzt mit dem 1:3 in Wiesbaden als Titelverteidiger aus dem DVV-Pokal verabschiedet hat? Warum nicht. „Man hat schon wahrgenommen, dass Schwerin bislang Probleme hatte und schwankend gespielt hat“, meint USC-Trainerin Lisa Thomsen.

Immer wieder personelle Sorgen

Allerdings hatte Münster in der Liga auch so seine Probleme, auf den Sechs-Punkte-Start (3:0 in Straubing, 3:1 gegen Neuwied) folgten Niederlagen in Stuttgart (0:3), gegen Wiesbaden (2:3) und in Aachen (1:3). Eine große Rolle spielte dabei das Verletzungspech, das die Unabhängigen schon seit der Vorbereitung begleitet. Erst fiel Zuspielerin Katerina Valkova angeschlagen aus, dann erwischte es sowohl Blockerin Sara Dukic als auch Hauptangreiferin Iris Scholten (beide Daumenbruch), die immerhin im Pokal-Achtelfinale (3:0 beim Drittligisten Unterhaching) wieder dabei waren. „Wir hatten bislang nicht eine einzige Woche, in der wir komplett trainieren konnten, weder in der Vorbereitung noch in der Saison. Das hat schon Einfluss auf unsere Arbeit“, sagt Thomsen, die vor dem Schwerin-Spiel um das Mitwirken zweier ihrer Schützlinge bangt. „Vielleicht muss ich wieder umbauen, vielleicht sogar viel“, so die 36-Jährige, die sich personell nicht in die Karten schauen lässt.

Wiedersehen mit Lina Alsmeier

Ihre Mannschaft aber wird so oder so mit großem Willen in die Partie gehen, will wie im Februar, als der USC den SSC mit 3:1 bezwang, etwas Zählbares am Berg Fidel behalten. „Dafür müssen wir gutes Niveau spielen, und das konstant.“ Auf dem Weg dorthin sieht sie ihr Team, „die Puzzleteile rutschen näher aneinander“. Ob sie auch bei der zu erwartenden starken Gegenwehr der Schwerinerinnen um die Ex-Münsteranerin Lina Alsmeier halten, wird sich Samstagabend zeigen.

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