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Volleyball: Bundesliga Frauen

Revanche geglückt – der USC Münster bezwingt den VfB Suhl mit 3:1

Münster

Drittes Heimspiel, dritter Sieg: Der USC Münster bleibt auch nach der Partie gegen den VfB Suhl daheim ungeschlagen, gewann das Bundesliga-Duell am Mittwoch. Dabei krabbelten die Unabhängigen im dritten Satz gerade rechtzeitig aus ihrem kleinen Tief.

Entschlossen im Angriff: Iris Scholten gewann mit dem USC Münster auch daheim gegen den VfB Suhl. Foto: Jürgen Peperhowe

Die Rechnung, die nach dem bitteren 0:3 im Pokal-Achtelfinale noch gegen den VfB Suhl offen war, hat der USC Münster beglichen. Am Mittwochabend revanchierten sich die Unabhängigen beim Wiedersehen in der Bundesliga, gewannen mit 3:1 (25:20, 21:25, 25:21, 25:16). Damit bleibt der USC in dieser Saison am Berg Fidel ungeschlagen, nach den Erfolgen gegen SW Erfurt (3:2) und die Roten Raben Vilsbiburg (3:0) war es der dritte Heimsieg in Serie. Einer, der Trainerin Lisa Thomsen besonders erfreute: „Das waren für uns drei sehr wichtige Punkte, drei sehr schöne Punkte, die wir uns hart erarbeitet und verdient haben.“

Der Gast aus Thüringen hatte auf sein massives Verletzungspech im Zuspiel – alle drei Regisseurinnen sind nicht spielfähig – reagiert und noch einmal für die zentrale Position nachverpflichtet. Am Mittwochmorgen landete Jenni Liu in Frankfurt, die Schwester von VfB-Zuspielerin Yina Liu reiste direkt von der Michigan University an den Berg Fidel. Dass es in der Abstimmung zwischen der ehemaligen deutschen Juniorennationalspielerin vom VCO Berlin und ihren neuen Teamkolleginnen noch nicht perfekt passen konnte, war zu verständlich – und spielte dem USC in die Karten.

Maros wieder im Block

Zudem knüpften die Unabhängigen, die ihre Verletzungssorgen im Mittelblock – hier begann Diagonalangreiferin Nikolina Maros neben Daniela Öhman – haben, an die guten Leistungen der Vorwochen an. Von Punkt eins an lag der Gastgeber vorne, Iris Scholten schob mit den ersten beiden ihrer vier Aufschlagpunkte in Satz eins den USC zum 9:4 an. Mit diesem Polster spielte es Münster stabil herunter. Katerina Valkova verteilte die Bälle weiterhin sauber wie variabel, dazu blieb der Aufschlag druckvoll. Die Folge: Der USC hatte nach einem Maros-Punkt fünf Satzbälle, Nummer zwei verwandelte dann Kapitänin Scholten.

Weiter ging es im Takt, die Thomsen-Truppe ließ nicht einen Deut nach. Und auch als Liu sich etwas mehr in ihre undankbare Aufgabe hereingefuchst hatte, blieb Münster überlegen. Maria Schlegel beendete einen spektakulären Ballwechsel mit starken Abwehraktionen zum 10:4. Die Unabhängigen waren auf Kurs 2:0-Satzführung, den sie aber umgehend wieder verließen. Der USC leistete sich nun mehr Fehler, etwa in der Annahme (zweimal Anna Church) oder im Angriff, wo Mikala Mogensen zum 14:15 am Block und Schlegel einen Punkt später am Netz scheiterten. Münster war etwas aus dem Takt geraten, fand seinen Rhythmus bis zum Satzende auch nicht wieder, war ein wenig verkrampft..

Neu eingeschworen

Münster hatte in allen Elementen einen Ticken nachgelassen, hatte dem nimmermüde kämpfenden Gast die Hand gereicht, ins Spiel zu kommen. Ja, und wer so eingeladen wird, sagt auch nicht nein. Das Blatt hatte sich gewendet, der jetzt konsequentere VfB nutzte Münsters Verunsicherung entschlossen. Beim 10:15 schwor sich der USC in der Auszeit im Kreis neu ein. Mit Erfolg: Das Team rackerte sich wieder rein und hatte mit Maros einen wahren „Goldschatz“, wie Thomsen sie jüngst genannt hatte. Die Österreicherin blockte erst zweimal Juliette Fidon-Lebleu, um dann den Angriff von Jelena Delic zu entschärfen. Münster war wieder da, erst recht nach Schlegels Block gegen Danielle Harbin zum 25:21.

Was für eine Wendung. So schnell geht das im Sport im Allgemeinen und im Volleyball im Besonderen. Plötzlich waren die Rollen wieder getauscht, war der USC wieder obenauf. Topscorerin Scholten punktete ebenso weiter wie Elena Kömmling, die als Joker maßgeblichen Anteil am Umschwung in Abschnitt drei hatte. Ihr Niveau, das die Unabhängigen gerade noch zur rechten Zeit wieder angehoben hatten, hielten sie. Der VfB dagegen fiel wieder ab, die Köpfe. Liu setzte beim Matchball den Ball ins Netz – Münsters Sieg war perfekt.

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