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Volleyball: Frauen-Bundesliga

Rote Zahlen: USC weist im Finanzbericht ein dickes Minus auf

Münster

Das Ergebnis ist alles andere als gut und bereitet durchaus Sorgen: Der USC Münster schließt das Geschäftsjahr 2021/22 mit einem Minus ab – nach zuletzt zwei Jahren mit positiven Abschlüssen.

Unsere Situation ist schlicht und ergreifend nicht gut“, sagte Präsident Martin Gesigora zur finanziellen Lage des USC. Foto: Jürgen Peperhowe

Der zarte Aufwärtstrend, den der USC Münster finanziell in den vergangenen beiden Jahren mit positiven Ergebnissen vorgewiesen hatte, ist gestoppt. Für das Geschäftsjahr 2021/22, das am 30. Juni endete, legt der Volleyball-Bundesligist einen negativen Abschluss vor. Ein Minus von 77 542,30 Euro verkündete Präsident Martin Gesigora am Dienstag auf der Mitgliederversammlung im Vip-Bereich der Halle Berg Fidel. „Finanziell sind wir überhaupt nicht zufrieden. Unsere Situation ist schlicht und ergreifend nicht gut“, gestand der Clubchef.

Mit einem Einnahme-Volumen von 1,276 Millionen Euro bewegten sich die Unabhängigen über dem Resultat des Vorjahres, als sie 1,173 Millionen erwirtschaftet hatten. Doch die Ausgaben summierten sich in den vergangenen zwölf Monaten auf 1,354 Millionen Euro – und sorgten damit für rote Zahlen. Dabei schlugen besonders die gestiegenen Personalkosten ins Kontor. Nachdem im ersten Corona-Jahr 2019/20 diese auch dank staatlicher Förderungen (Kurzarbeitergeld bei Abbruch der Saison) noch bei 553 000 Euro lagen, kletterten sie in der Folgesaison bereits auf 689 024 Euro. Nun weist die Bilanz die stolze Summe von 777 843 Euro aus. Zudem sind weitere Posten auf der Ausgabenseite (Transferkosten, Provisionsgebühren, Start- und Meldegebühren) in die Höhe geklettert, weniger Ausgaben gab es dagegen nur bei den Kfz- sowie den Rechts- und Beratungskosten

Sponsoren- und Spendeneinnahmen sind gestiegen

Umso wichtiger, dass die Sponsoren- (Geld- und Sachleistungen) und Spendeneinnahmen im Vergleich zum Vorjahr um 45 000 Euro auf 960 000 Euro stiegen. „Man muss es deutlich sagen: Wenn es unseren Hauptsponsor, der große Spenden gemacht hat, nicht gäbe, wäre unsere Situation deutlich schlechter“, richtete Gesigora seinen Dank an den langjährigen Partner LVM.

Für das Haushaltsjahr 2022/23 sieht der Etat eine leichte Senkung der Ausgaben auf 1,292 Millionen Euro vor. Dabei verschlingen erneut die Personalkosten (855 000 Euro) den größten Anteil. Für die Habenseite rechnet der USC mit 1,287 Millionen Euro – macht zuzüglich von Zinsen ein knappes Minus von 10 000 Euro. Das aber wird der Verein, so Gesigora, ausgleichen und ins Positive bringen. „Wir stehen in guten Gesprächen mit weiteren Sponsoren“, sagte der Präsident.

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