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Volleyball: Bundesliga

Stuttgart legt USC Münster an die Leine

Münster

Der USC Münster hat in dieser Saison schon einige Erfolge errungen. Gegen Bundesliga-Tabellenführer MTV Stuttgart stand er am Samstag aber erneut mit leeren Händen da. 0:3 unterlag der Gastgeber im ungleichen Duell. Vor allem die Deutlichkeit der Niederlage schmerzte.

Von Wilfried Sprenger

Seltenes Bild: Iris Scholten bringt den Ball am Stuttgarter Block vorbei. Foto: Jürgen Peperhowe

Gebrauchter Abend für den USC Münster. Im Duell mit Spitzenreiter Allianz MTV Stuttgart kassierte der Volleyball-Bundesligist am Samstag eine 0:3 (14:25, 15:25, 12:25)-Packung. Damit blieben die Unabhängigen auch im dritten Saisonduell mit dem Branchenriesen aus der baden-württembergischen Landeshauptstadt ohne Satzgewinn. „Es gab auch ein paar Dinge, die gut waren“, sagte Lisa Thomsen später. Die Trainerin trug die in der Deutlichkeit schmerzhafte Niederlage mit Fassung und erklärte: „Wir haben über das Spiel hinwegtrainiert. Die nächsten Aufgaben in der Bundesliga sind wichtiger.“

Wie schon im Pokalspiel kurz vor Weihnachten bekam der USC im ersten Satz nur selten Boden unter die Füße. Stuttgart begann konzentriert und stellte mit einem 6:0-Lauf von 4:3 auf 10:3 blitzschnell die Weichen zum Gewinn des Abschnitts. Münster hatte enorme Probleme in der Annahme und kam somit nur selten zu einem konstruktiven Offensivspiel. Drei Punkte in Reihe bei einer Aufschlagserie von Zuspielerin Katerina Valkova entpuppten sich als Zwischenhoch. Unbeeindruckt kam Stuttgart wieder zurück, gegen die Wucht des Spitzenreiters um Starangreiferin Krystal Rivers fanden die Unabhängigen kein Rezept. Nach Einschlägen in der eigenen Hälfte gingen die ersten Köpfe runter. Nach nur 22 Minuten wurden die Seiten gewechselt.

0:1 – sollte das ein kurzer Volleyballabend werden? Nun, der USC erwischte im zweiten Durchgang zumindest den besseren Start. Die 2:0-Führung war jedoch nicht mehr als ein Strohfeuer. Stuttgart streckte sich kurz und ließ sich in der Folge sieben Punkte in Reihe gutschreiben. Die Gäste hatten Vorteile in allen Elementen. Münster kämpfte manchmal schon mit dem Mute der Verzweiflung, hatte auch ein paar gute Szenen, doch bekam keinen Druck auf den mit allen Wassern gewaschenen Gegner. Humorlos brachten die Süddeutschen ihre enorme Qualität aufs Feld, vor 444 Zuschauern tat sich ein Klassenunterschied auf. Bei der zweiten technischen Auszeit war der MTV schon wieder auf 16:8 enteilt. Münsters Gegenwehr blieb überschaubar. Die Mannschaft wirkte mitunter beinahe eingeschüchtert angesichts des Stuttgarter Wirbels.

Vielleicht doch noch ein Aufbäumen im dritten Satz? Auch dieser Zahn war dem USC rasch gezogen. Konsequent zogen die Gäste ihr Spiel weiter durch. Da ist in Stuttgart gerade die beste Bundesligamannschaft zusammen. Als Teilnehmer am Viertelfinale des CEV-Pokals stellen die Schützlinge um Trainer Tore Aleksandersen auch internationale Ansprüche. Die Unabhängigen waren diesem Gegner am Samstagabend nie gewachsen. Zerfahren stiegen sie in den letzten Durchgang ein. Erneut sorgten die Gäste im ICE-Tempo für klare Verhältnisse. Über die Zwischenstände 8:3 und 16:8 fuhren sie die nächsten Bundesliga-Punkte ein. Immerhin sorgte eine spektakuläre Fußball-Einlage von Maria Schlegel noch einmal für fröhliche Gesichter in USC-Reihen. Viel zu lachen hatte der Gastgeber an diesem Abend freilich nicht.

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