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Volleyball: Bundesliga

USC gibt in Erfurt 2:0-Führung aus der Hand

Münster

Im Kampf um den letzten Playoff-Platz hat der USC Münster einen Dämpfer erlitten. Beim Drittletzten SW Erfurt unterlag das Team am Samstagabend 2:3. Die Niederlage schmerzte besonders, da die Schützlinge von Trainerin Lisa Thomsen nach Sätzen schon 2:0 führten.

Von Wilfried Sprenger

Maria Schlegel trug in Erfurt 20 Punkte zusammen. Die Spanierin wurde auch als wertvollste Spielerin ihre Teams ausgezeichnet. Foto: Jürgen Peperhowe

Was verheißungsvoll begann, endete in einer Enttäuschung. Die Volleyballerinnen des USC Münster haben es nicht geschafft, den frischen 3:0-Erfolg gegen Straubing zu veredeln. Bei Schwarz-Weiß Erfurt unterlag der Bundesligist am Samstagabend mit 2:3 (25:20, 25:22, 18:25, 23:25, 13:15). Damit nahmen die Unabhängigen nur einen Punkt aus Thüringen mit. In der Tabelle liegt Münster nun drei Zähler vor Verfolger Rote Raben Vilsbiburg, doch die Niederbayern sind noch zwei Partien zurück. Im Kampf um Platz acht, der zur Teilnahme am Playoff berechtigt, könnte die Entscheidung im direkten Duell am nächsten Freitag (20 Uhr, Sporthalle Berg Fidel) fallen. Zuvor bestreitet der USC am Mittwoch noch die Begegnung gegen die Ladies in Black Aachen.

Die Niederlage in Erfurt fällt für Münster in die Kategorie ärgerlich. Den ersten Satz dominierten die Gäste über weite Strecken, im zweiten nutzten sie die Crunchtime, um die Dinge festzumachen. Das letzte Wort hatte in beiden Durchgängen Barbara Wezorke.

2:0 – das sah gut aus, doch Erfurt wurde beherzter und konstanter. Und der USC bekam genau das, was Trainerin Lisa Thomsen prophezeit hatte: Ein Kampfspiel. Beide Mannschaften schenkten sich nichts und streckten sich wirklich nach jedem Ball. Es war mitunter ein wilder Ritt mit sehr langen Ballwechseln. Starke Abwehraktionen prägten die intensive Partie, erst nach 135 Netto-Minuten tropfte der Ball ein letztes Mal zu Boden, als er Wezorke und Marta Hurst im Doppelblock durch die Hände glitt.

Am Rande erlebte Thomsen ein Wechselbad der Gefühle, die Trainerin setzte alle Spielerinnen ein. Im dritten Satz lief der USC nach der zweiten technischen Auszeit der Musik hinterher. Im vierten lag er auch in der finalen Phase (22:21) noch vorn. Dann kippte Erfurt mit drei Punkten in Serie das Spiel endgültig. Der Tiebreak war umkämpft, zur „Halbzeit“ führte der USC noch 8:7.

Als wertvollste Spielerin wurde Maria Schlegel ausgezeichnet, die Spanierin war mit 20 Zählern auch punktebeste Spielerin im Team der Gäste. Auf zweistellige Werte kamen zudem Hurst (14) und Wezorke (13).

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