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Volleyball: Frauen-Bundesliga

USC kann bei 3:0 über Straubing fast aus dem Vollen schöpfen

Münster

Endlich konnte Trainerin Lisa Thomsen mal aus dem Vollen Schöpfen, personell hatte der USC gegen Nawaro Straubing fast alle Kräfte zur Verfügung. Dabei heraus kam ein klarer 3:0-Erfolg zum Start in ein spannendes Finale der Hauptrunde in der Bundesliga.

Von Wilfried Sprenger

Juliane Schröder überzeugte vor allem im ersten Satz. Foto: Jürgen Peperhowe

Pflicht erfüllt, weiteres Selbstvertrauen gewonnen: Mit einem 3:0 (25:13, 25:23, 25:22)-Erfolg über Nawaro Straubing startete der USC Münster am Dienstagabend ins spannende Finale der Hauptrunde in der Bundesliga. Schon am Samstag geht es in Erfurt weiter. Legt der USC dort nach, hat er beste Chancen, den Playoff-Platz zu buchen. Lisa Thomsen setzte gegen Straubing alle Spielerinnen ein. „Ich bin total happy, endlich mal aus dem Vollen zu schöpfen können“, sagte die Trainerin. Ihrer Mannschaft attestierte sie eine „gute Leistung. Heute haben ich gesehen, was möglich ist, wenn alle da sind.“

Nervöser Start nur eine Momentaufnahme

Der USC startete ein wenig nervös. Unzulänglichkeiten in der Annahme bescherten den Gästen eine 3:1-Führung. Nur Momentaufnahmen – nach einem gestrengen Blick von Thomsen war die Mannschaft da. Überragend im ersten Satz: Juliane Schröder. Gesucht und gefunden von Zuspielerin Katerina Valkova. Cool veredelte Schröder die fein gespielten Bälle. Barbara Wezorke, die andere Mittelblockerin, mochte da nicht nachstehen. Von den ersten neun Punkten gingen fünf auf das Konto von Münsters Zentrumspielerinnen. Knapp 8:7 lag der USC zur ersten technischen Auszeit vorn, danach drückten die „Grünen“ kräftig aufs Tempo. Bei zwei Assen von Marta Hurst zeigte sich Straubings Annahme komplett unsortiert, am Netz kam die Mannschaft nur selten durch. Münster hatte klar Oberwasser, hielt den Druck (vor allem im Aufschlag) hoch und kam durch Wezorke zum Satzgewinn.

Umstellungen fruchten

Abschnitt zwei begann wie der erste. Der USC geriet ins Hintertreffen (0:3) – aber diesmal brauchte es mehr als eine Weile, um sich zu strecken. Fehler in allen Teilen führten zu einem ausgeprägten Durcheinander. Beim 3:9 war Straubing sechs Punkte entrückt. Thomsen reagierte, wechselte im Zuspiel (Meghan Barthel für Valkova) und auf der Diagonalen (Nikolina Maros für Mia Kirchhoff). Die Umstellungen fruchteten.

Ein krachender Block von Martha Hurst leitete die Aufholjagd ein, beim 12:12 war der Hausherr wieder gleichauf. Doch Straubing fiel diesmal nicht in sich zusammen, sondern blieb standhaft. Münster musste viel arbeiten, um sich auch Satz zwei zu fischen. Ein Aufschlag der zurückgewechselten Valkova sorgte schließlich für kollektive Erleichterung. „Die Mannschaft ist auch in schwierigen Situationen ruhig geblieben, das war gut und wichtig“, befand Thomsen.

Straubing lässt nicht locker

2:0 – alles auf den richtigen Gleisen? Aus irgendeinem Grund benötigte der USC an diesem Wochenspieltag immer wieder eine Erinnerung, die Linie zu halten. Straubing hatte wenig Lust auf eine zeitige Abreise und machte Münster auch im dritten Set zunächst das Leben schwer. Die 5:3-Führung schmolz allerdings so rasch wie Eis in der Sonne.

Mit einem 4:0-Lauf parierte der USC das Aufbäumen der Süddeutschen. Beim 12:8 deutete vieles auf Entspannung hin. Doch mit drei Zählern in Folge klopfte Straubing direkt wieder an. Es war nicht der letzte Aufstand des Außenseiters. Am Ende ließ Münster alles abperlen. „Wir haben viel Energie eingebracht und fahren jetzt sehr selbstbewusst nach Erfurt“, sagte Nikolina Maros.

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