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Volleyball: Frauen-Bundesliga

„Kennen wir“: USC weiß um Schwachstellen von heißblütigen Erfurterinnen

Münster

Die auf den Mittwoch vorgezogene Partie bei SW Erfurt bietet dem USC Münster nur vier Tage nach dem 3:0 über Neuwied die Chance, sich im Playoff-Rennen nach hinten weiter abzusichern. Doch der Gegner bringt Erfahrung und viel Feuer mit.

Der USC um Zuspielerin Katerina Valkova (Arme oben) und Iris Scholten (3.v.l.) möchte die gute Saison auch in Erfurt fortsetzen. Foto: Jürgen Peperhowe

Verglichen mit den vergangenen beiden Jahren bewegt sich der USC Münster zum Beginn der Rückrunde in einer geradezu komfortablen Tabellenlage. Trainerin Lisa Thomsen verzichtet bei der Bewertung auf unnötiges Understatement und räumt ein: „Wir hatten eine tolle Hinrunde, freuen uns über die 20 Punkte und ein kleines Polster.“ Doch mit dem Gastspiel bei SW Erfurt (Mittwoch, 19 Uhr), das im November beim 2:3 einen Zähler vom Berg Fidel entführte, startet eine Reihe von drei Partien, in denen es gilt, die Konkurrenz auf Distanz zu halten. Es folgen Auftritte gegen Aachen und in Vilsbiburg.

„Unser Selbstvertrauen ziehen wir daraus, dass wir guten Volleyball spielen, aber auch zum Beispiel Potsdam einen Punkt abgerungen haben und uns immer belohnen. Die mentale Stärke ist in dieser Saison da“, sagt Thomsen. Sie weiß, dass bis zum Ende der Hauptrunde noch einiges passieren kann. Wiesbaden etwa holte jüngst einfach mal zwölf Zähler aus vier Begegnungen.

„Wir haben alles in eigener Hand“

„Wir haben alles in eigener Hand, aber wir können uns nicht zurücklehnen, die Füße hochlegen und glauben, wir wären schon mit einem Bein in den Playoffs“, so die Trainerin. Außerdem verbessert sich mit jeder Position die Ausgangslage für die K.o.-Spiele. „Wir wollen unsere Leistung bestätigen und uns möglichst vorzeitig qualifizierten, um nicht wieder hoffen und bangen zu müssen“, so Thomsen. Dass Rang fünf dabei besser als acht ist, liegt auf der Hand. Und Dresden als Vierter ist auch nur einen Punkt weg.

Mit Erfurt wartet nun ein Gegner, der als Zehnter vier Zähler hinter dem Strich liegt, aber durchaus Hoffnungen hat und einigermaßen namhaft besetzt ist. Neben der ehemaligen USC-Blockerin Demi Korevaar ist vor allem Kapitänin Antonia Stautz die personifizierte Erfahrung. „Sie hat in unterschiedlichen Vereinen gespielt und weiß sich aus kritischen Situationen oft zu befreien“, sagt Thomsen.

USC reist ohne größere personelle Sorgen nach Erfurt

Generell sieht sie bei den Schwarz-Weißen die Stärken in der Größe und ergo im Blockspiel. „Da finden sie immer Lösungen, aber ich sehe sie auch abwehrstark und solide in der Annahme.“ Dass es beim Drittletzten gleichwohl Schwachstellen gibt, weiß die frühere Libera. „Die kennen wir auch auch.“

Während der USC ohne größere personelle Sorgen am Dienstag die Anreise antrat, kehrt bei den Thüringerinnen Korevaar zurück. Coach Konstantin Bitter, der auch schon eine Gelb-Rot-Sperre in dieser Saison abbrummen musste, und sein Team gelten als heißblütig und gallig auf dem Feld. In der Riethsporthalle geht es ansonsten recht harmonisch zu. Münster möchte den Zuschauern aber die Stimmung mit einem Sieg schon gern vermiesen. Es wäre ein weiterer großer Schritt.

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