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Volleyball: Bundesliga Frauen

USC Münster strebt gegen Straubing erneut einen Dreier an

Münster

Wirklich oft in dieser Saison musste der USC Münster die Favoritenlast nicht schultern. An diesem Dienstag schon: Im Heimspiel gegen Straubing wäre alles andere als ein Sieg enttäuschend. Zumal sich die lange schwierige Personalsituation entspannt hat.

Von Wilfried Sprenger

Juliane Schröder (rechts) ist nach auskurierter Bauchmuskelzerrung wieder fit und im Mittelblock des USC Kandidatin für die Startformation. Foto: Jürgen Peperhowe

Mehr Regenerationszeit, kürzere (aber intensive) Trainingseinheiten: Die Volleyball-Frauen des USC Münster passen sich der außergewöhnlichen Situation an. Von diesem Dienstag an bis zum Samstag nächster Woche bestreitet das Team vier Bundesliga-Partien, dann fehlt immer noch die Begegnung mit Dresden, wahrscheinlicher Termin ist der 23. März. Damit deutet sich an, dass das geplante Ende der Hauptrunde (19. März) ob immer neuer Corona-Ausbrüche und Quarantänezeiten als Konsequenz nicht mehr zu halten ist. Dabei ist Münster noch gut dran: Bei den Roten Raben Vilsbiburg, ärgster Konkurrent um den letzten zu vergebenden Playoff-Platz, sind inzwischen bereits drei Nachholpartien anhängig.

Konzentration auf die Gegenwart

Weil derzeit niemand einen verbindlichen Weg aus der Terminkrise aufzeigen kann und sich Pläne im Tagesrhythmus ändern, macht der USC das, was in dieser schwierigen Situation geboten ist – er schaut nicht in die Zukunft, sondern konzentriert sich auf die Gegenwart. Im Heimspiel am Dienstag gegen Nawaro Straubing (18.30 Uhr, Sporthalle Berg Fidel) soll Platz acht gefestigt werden. „Unser Ziel sind drei Punkte“, sagt Lisa Thomsen. Gern erinnert sich die Trainerin an das 3:0 aus dem Hinspiel, da hielt Münster die Süddeutschen in jedem Satz unter 20 Punkten. Das muss sich in dieser Deutlichkeit nicht wiederholen. Aber ein abermals schickes 3:0 würde den Unabhängigen nicht nur auf dem Konto beträchtlich vergütet. Es könnte auch den Rückenwind entfachen, den sich das Team für den Saisonendspurt so sehr wünscht.

Personell sind die Voraussetzungen gut, wenngleich mit Iris Scholten die wertvollste Angreiferin weiter verletzt ausfällt. Ansonsten aber kann Thomsen aus dem Vollen schöpfen. „Außer Iris sind alle einsatzbereit. Das hatten wir in dieser Saison nicht so oft. Ich bin sehr froh darüber“, meint Thomsen.

Thomsen warnt vor Straubings Kampfgeist

Natürlich ist der USC im Duell mit dem Vorletzten des Klassements Favorit. Thomsen nimmt die Rolle an, mahnt aber vor dem Kampfgeist des Gegners. Tatsächlich rang Straubing vor anderthalb Wochen die Ladies in Black Aachen in fünf Sätzen nieder. Es war ein Lebenszeichen aus Bayern – zuvor hatte Straubing nur zwei von 16 Partien für sich entschieden. Münster ist also gewarnt und gefordert – ein Fehltritt würde die Aussichten auf die Playoff-Teilnahme spürbar verschlechtern und wohl auch am Selbstvertrauen nagen. Dabei wäre ein „breites Kreuz“ auch mit Blick über den Tellerrand hinaus sehr wichtig: Samstag geht es zum Zehnten SWE Erfurt, es schließen sich die Partien gegen Aachen (16. März) und Vilsbiburg (19.März) an. Weitere Gelegenheiten, um die gewünschte Saisonzugabe in Beton zu gießen. Thomsen sieht die Dinge zuversichtlich: „Wir spielen jetzt noch viermal zu Hause. Das erspart uns Reisestress und gibt uns Rückendeckung durch die Fans. Diese Vorteile wollen wir nutzen.“

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