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Volleyball: Bundesliga Frauen

USC Münster verkauft sich beim 0:3 in Schwerin lange teuer

Münster

Die Vorzeichen waren angesichts einiger Ausfälle nicht die besten, als klarer Außenseiter ging der USC Münster in die Nachholpartie beim SSC Palmberg Schwerin. Und so verloren die Unabhängigen auch die nächste Auflage des Bundesliga-Klassikers mit 0:3, zeigten dabei aber in veränderter Aufstellung zwei Sätze lang eine mehr ansprechende, couragierte Leistung.

Von Henner Henning

Maria Schlegel und Sara Dukic (h.) wehrten sich mit dem USC lange gegen den SSC um Stephanie Samedy und Indy Baijens (r.), blieben aber am Ende bei der 0:3-Niederlage ohne Punkte. Foto: Cornelius Ketteler

Sie haben sich gewehrt, haben phasenweise stark dagegengehalten und waren nahe an einem Satzgewinn. Doch am Ende unterlagen die Volleyballerinnen des USC Münster im Bundesliga-Nachholspiel beim SSC Palmberg Schwerin mit 0:3 (20:25, 23:25, 14:25).

Mehr gaben die widrigen Bedingungen mit Ausfällen wichtiger Spielerinnen einfach nicht her. „Mit der Art und Weise, wie wir uns hier präsentiert haben, bin ich sehr zufrieden. Ich habe viele, viele Dinge gesehen, die wir gut gemacht haben“, sagte Trainerin Lisa Thomsen nach den 83 Minuten.

Duo teilt sich den Libera-Posten

Iris Scholten – verletzt. Ines Bathen – beruflich verhindert. Mia Kirchhoff – schulisch gebunden. Personell hatte Thomsen einige Sorgen mit nach Mecklenburg-Vorpommern genommen, zumal Nikolina Maros und Erika Kildau gerade erst kürzlich aus der Quarantäne zurückgekehrt waren.

So hatte sich die Trainerin taktisch wieder etwas einfallen lassen und ihre Startformation umbauen müssen. Elena Kömmling übernahm nach Kildau, Marta Hurst und zuletzt Bathen als vierte USC-Spielerin der Saison die Rolle der Libera – als Teilzeitjob im Wechsel mit Kildau, die für die Abwehr aufs Feld kam. Dazu rückten Maros auf der Diagonalen und Blockerin Sara Dukic (erstmals nach ihrer Knieblessur) zum ersten Ballwechsel ins Team.

USC mit 19:14-Führung in Satz zwei

Not macht halt erfinderisch, und der USC setzte Thomsens Ideen wie gefordert beherzt und mutig um. So fand Münster auch nach dem 12:17-Rückstand, für den Schwerins Nachverpflichtung Stephanie Samedy mit bis dahin fünf Punkten hauptverantwortlich war, zurück in Abschnitt eins. Nah heran brachte Maria Schlegel mit dem 19:21 die Unabhängigen, die dann aber eine Chance liegen ließen, als Samedy mit links punktete. Im Anschluss glückte dem USC nur noch ein Punkt bis zum Satzende, das Lea Ambrosius per Ass besorgte.

Münster verkaufte sich teuer, zeigte in der Palmberg-Arena als Außenseiter eine gute Partie – und steigerte sich in Durchgang zwei noch mal. So prallte das 5:8 ab an der Thomsen-Truppe, die Schlegel mit ihrem Angriff zum 12:11 in Führung brachte. Der USC war jetzt mittendrin, nutzte die Gunst des Moments. Dreimal Barbara Wezorke, dazu einmal Hurst sowie eine Netzberührung von SSC-Angreiferin Lindsay Ruddins stellten auf 19:14.

Doch für einen Satzgewinn war der Moment zu kurz: Schwerin fand mit dem 5:0-Lauf direkt eine Lösung für das Problem und konterte auch umgehend die nächste Zwei-Punkte-Führung des USC. Mit ein bisschen Glück (beim Netzroller-Ass von Ruddins zum 21:21) und viel Klasse (etwa den Punkten zum 23:22 und 24:23 von Frauke Neuhaus). Anne Hölzig stellte auf eine 2:0-Satzführung.

Klare Angelegenheit zum Schluss

Eine Vorentscheidung, die sich nach dem schwachen Start des USC in Abschnitt drei mehr und mehr zur Entscheidung verfestigte. Zwar mühte sich Münster von 4:11 noch einmal auf 9:13 heran, mehr aber ließ der SSC nicht zu.

„Der zweite Satz hing uns etwas nach“, sagte Thomsen. Beim 11:20 war die letzte Hoffnung der Gäste erloschen, Hurst im Angriff sowie die zur MVP gewählte Wezorke und Dukic mit Blocks gegen Ruddins verschönerten das Endergebnis nur noch. Münster war geschlagen, durfte aber erhobenen Hauptes die Rückreise antreten.

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