Renovierungsarbeiten in der Sporthalle Berg Fidel

USC und Baskets vorübergehend ausquartiert

Münster

Volleyball-Bundesligist USC Münster und Basketball-Zweitligist WWU Baskets sind in den kommenden Wochen und Monaten vorübergehend heimatlos. Beide Clubs hoffen jedoch, dass umfangreiche Renovierungsarbeiten in der Sporthalle Berg Fidel rechtzeitig zum Vorbereitungsstart auf die neue Saison abgeschlossen sind.

Thomas Austermann

Volle Tribünen beim Basketball gab es zuletzt vor Ausbruch der Pandemie. In den kommenden Monaten wird die Sporthalle Berg Fidel renoviert – danach spielen die Baskets und die Volleyballerinnen des USC hoffentlich wieder vor Publikum. Foto: Jürgen Peperhowe

Vor zwei Jahren ist die Sporthalle Berg Fidel 30 Jahre alt geworden. Taufrisch sieht sie schon einige Zeit nicht mehr aus. In den nächsten Monaten kümmern sich Handwerker um notwendige und aufwendige Renovierungsarbeiten. Da wird einiges nicht nur aufgehübscht, sondern komplett ausgetauscht. Bis zum 30. September soll das Bauvorhaben abgeschlossen sein. „Zu spät, wir brauchen die Halle früher“, sagt Ralph Bergmann, Sportlicher Leiter des USC Münster.

Seit der feierlichen Einweihung 1989 hat der Volleyball-Bundesligist sein Zuhause am Berg Fidel. Vor knapp drei Jahren haben sich dort auch die emporstrebenden WWU Baskets ein Nest gebaut. Dazu bietet die Arena Raum für Schulsport und an zwei Tagen in der Woche Trainingsmöglichkeiten für die Volleyball-Talente des VC Olympia. Für alle bleiben bald auf Monate die Türen zu.

Im Mittelpunkt der Maßnahmen steht die Erneuerung des Hallenbodens. Nach dem Abbruch des aktuellen Untergrunds wird Parkett verlegt. Ursprünglich sollten die Maßnahmen am 3. Mai starten, nun wird der 10. Mai anvisiert. Diesen Termin nannte am Donnerstag Projektleiterin Anke Lewandowski vom Amt für Immobilien-Management. Sollten die WWU Baskets erst die Halbfinals der Playoffs und dann deren Endspiele in der 2. Liga Pro B am 14. und 16. Mai erreichen, wäre auch dieses Datum nicht zu halten. Die Dinge ziehen und verschieben sich.

Eine Verzögerung, die Bergmann Sorge bereitet. Aktuell und auch im Juni und Juli könne sich der USC behelfen und die Zeit überbrücken. Zum Saison-Vorbereitungsstart Anfang August sei dies nicht mehr möglich. „Wir brauchen die Halle, um vernünftig und auf einem der Bundesliga angemessenen Niveau trainieren zu können. Andernorts haben wir nicht die erforderliche Deckenhöhe. Die aber ist entscheidend für uns. Ohne die Höhe ist das eine andere Sportart“, erklärt der Sportchef der Unabhängigen und wirbt im Dialog mit der Stadt um Verständnis.

Wie Bergmann steht auch Baskets-Manager Helge Stuckenholz in ständigem Austausch mit den städtischen Stellen. „Wir kommunizieren gut und im Bedarfsfall auch schnell miteinander, wenn reagiert werden muss“, sagte er und meint alle möglichen Szenarien. Vom sportlichen Aus am 1. Mai, das die Halle Berg Fidel rein basketballtechnisch sofort frei machen würde, bis zur (erwünschten) Qualifikation für weitere Partien. „Wir sind froh, dass die Dringlichkeit der Maßnahmen erkannt ist und nun einvernehmlich gehandelt wird“, so Stuckenholz.

Die Möglichkeit der Wiederaufnahme des Trainings wünsche er sich auch für spätestens Mitte August. Der neue Parkettboden und die dazugehörige neue Korbanlage machen eine nicht unerhebliche Umstellung notwendig. „Jeder, der mal am Ball war, weiß, dass er ein ganz neues Terrain betreten muss. Es gilt also, sich darauf einzustellen.“ Sollten die bisher beispielhaft stabil wie siegreich durch die Playoffs ziehenden Baskets den Aufstiegs-Traum realisieren können, wären sie mit dem neuen Spielfeld auf der sicheren Seite dieser Rahmenbedingungen. In der Pro A ist Parkett nebst neuer Korbanlage Pflicht.

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