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Volleyball: Bundesliga Frauen

USC und Co. im Wettlauf gegen die Zeit

Münster

Das wird knapp. Eine wachsende Anhäufung von Nachholspielen setzt die Volleyball-Bundesliga der Frauen unter Druck. Niemand kann sagen, ob sich die Hauptrunde wie geplant bis zum 19. März abschließen lässt. Es ist ein Wettlauf gegen die Zeit.

Von Wilfried Sprenger

Vergleichsweise gut im Rennen: Trainerin Lisa Thomsen (mitte) und ihr USC. Foto: Jürgen Peperhowe

Die Zeiten sind schwierig, auch im Sport. Schlechte Nachrichten trudeln täglich ein. Athleten infizieren sich, ganze Mannschaften müssen in Quarantäne, Wettkämpfe werden abgesagt oder – im besseren Fall – verschoben. Letzteres löst natürlich keine Probleme, wenn der Stau immerzu wächst.

Ein Ausfall nach dem anderen

In der Volleyball-Bundesliga der Frauen, in der USC Münster seine sportliche Heimat hat, werden an diesem Wochenende lediglich zwei von ursprünglich fünf angesetzten Begegnungen ausgetragen. Auf der Ausfallliste erscheint auch die Partie zwischen dem SSC Palmberg Schwerin und Münster, Corona-Fälle im Team haben den Gastgeber lahmgelegt. In Quarantäne befinden sich auch der VC Wiesbaden und Nawaro Straubing. Somit kommt es an diesem Samstag nur zu den Duellen zwischen LiB Aachen und dem SC Neuwied sowie dem SC Potsdam und den Roten Raben Vilsbiburg.

Restspielplan droht bald zu platzen

Laut Plan will die Frauen-Bundesliga die Hauptrunde am 19. März beenden, danach ginge es dann für die acht besten Teams in die Playoffs. Den Deadline-Termin ohne Überforderung von der Pandemie besonders betroffener Mannschaft zu halten, wird für die Volleyball-Bundesliga (VBL) mehr und mehr zur kaum noch lösbaren Aufgabe. Der Restspielplan droht jedenfalls schon sehr bald zu platzen, niemand wird ihm die gewünschte Ausgewogenheit attestieren. Augen zu und durch und dies im Schweinsgalopp – die VBL klammert sich da gerade an einen sehr dünnen Strohhalm. Noch regiert das Prinzip Hoffnung. „Es ist tatsächlich super eng. Es kann sein, dass wir in die Lage kommen, handeln zu müssen“, sagt Josephine Dörfler, Geschäftsleiterin Medien und Kommunikation im VBL-Center in Berlin.

Handeln, was bedeutet das? Dörfler spricht über „verschiedene Szenarien“. Konkret mag sie nicht werden. Immerhin sagt sie das: „Eine Verlängerung der Hauptrunde ist theoretisch denkbar, aber nicht wahrscheinlich.“

Neuwied müsste zwölf Spiele in 43 Tagen machen

Ein Blick auf die völlig verzerrte Tabelle verdeutlich die gravierenden Probleme. Im Feld der zwölf Teams liegt die Spanne der ausgetragenen Begegnungen zwischen zehn und 16. Schlusslicht Neuwied hat nicht einmal die Hinrunde ordentlich abgeschlossen. Der Aufsteiger müsste nun zwölf Spiele binnen 43 Tagen bestreiten. Ein Hammerprogramm, schwer zumutbar. Ganz eng wird es auch für die Ladies in Black Aachen(bislang elf Spiele). Ein wenig feiner sieht es für Schwerin (14 Spiele) aus. Allerdings sind vier Nachholpartien noch nicht terminiert.

Auch der USC steht aktuell bei 14 Begegnungen. Acht ausstehende sind machbar, sechs haben auch schon ein fixes Datum – sofern man das so sagen kann, in diesen Zeiten, in denen sich Dinge nahezu täglich ändern.

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