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Volleyball: Bundesliga

Wezorke nicht mehr "eingepfercht" - USC vor Herkulesaufgabe Stuttgart

Münster

In der Volleyball-Bundesliga gibt es zurzeit keine Herausforderung als ein Spiel gegen Stuttgart. An diesem Samstag misst sich der USC Münster mit dem Spitzenreiter. Eine Leistungsträgerin, die zuletzt fehlte, zählt wieder zum Aufgebot.

Von Wilfried Sprenger

Barbara Wezorke (Mitte) hat ihre Corona-Erkrankung überstanden und kehrt für den USC Münster aufs Feld zurück. Foto: Jürgen Peperhowe

In dieser Saison gibt es um die Besetzung der beiden Mittelblock-Plätze beim USC Münster wenig Diskussionen geschweige denn bemerkenswerten sportlichen Wettstreit. Juliane Schröder und Barbara Wezorke spielen eine gute Saison. Da bleibt Sara Dukic als dritter Kraft im überschaubaren Bunde zumeist nur ein Platz in der Wartezone.

Kurz nach Weihnachten bot sich der Slowenin plötzlich die Chance, Werbung in eigener Sache zu machen. Die Corona-Erkrankung Wezorkes spülte Dukic in der Hierarchie nach oben. Allerdings nur für den Moment: Ein Bänderriss im Knie stoppte die jüngste Entwicklung beim Spiel in Vilsbiburg jäh.

Während Dukic noch einige Wochen pausieren muss, ist Wezorke zurück. Beim Heimspiel an diesem Samstag (19 Uhr, Sporthalle Berg Fidel) gegen Allianz MTV Stuttgart zählt die erfahrene Leistungsträgerin wieder zum Aufgebot. Ob Trainerin Lisa Thomsen sie direkt in die Startformation schickt, ist ungewiss. „Wenn man zwei Wochen komplett zu Hause und auf 64 Quadratmetern eingepfercht war, ist das nun wirklich keine optimale Vorbereitung“, sagt die Spielerin.

Symptome, aber keine Nachwirkungen

Wezorke ist die erste USC-Spielerin, die sich infolge einer Infektion in Quarantäne begeben musste. Am 22. Dezember hatte sie ihre letzte Trainingseinheit, am 9. Januar nahm die 28-Jährige das Krafttraining neu auf. Medizinische Bedenken habe es vor dem Re-Start nicht gegeben.

„Lungenfunktion und Blutwerte waren gut, in Kürze wird es noch Nachuntersuchungen gegeben. Ich denke, ich habe alles gut überstanden“, sagt Wezorke. Symptomfrei war sie während der Erkrankung nicht: „Ich habe mich ständig krass müde gefühlt, dazu hatte ich einen Schnupfen.“

Seit Sonntag arbeitet sich Wezorke im Training zurück in die Normalität. „Ich habe Muskelmasse verloren und nach vielen Sprüngen schmerzen Knie und Füße. Aber das ist ja nur natürlich, wenn man 14 Tage lang gar nichts machen konnte.“ Gegen Stuttgart rechnet Wezorke gleichwohl „mit Einsatzzeiten“.

Liga-Pleite "aus dem Gedächtnis gestrichen"

Die Begegnung mit dem in zwölf Partien ungeschlagenen Spitzenreiter ist für Münster gewissermaßen Kür. „Wenn wir unseren allerbesten Volleyball spielen, können wir Stuttgart ärgern. Höhere Ziele sollten wir uns im Vorfeld nicht setzen, das wäre vermessen“, erklärt Wezorke.

Zweimal schon in dieser Saison kreuzten sich die Wege der Konkurrenten – erst in der Liga, später im Halbfinale des DVV-Pokals. Beide Spiele endeten aus münsterischer Sicht 0:3 und waren doch so unterschiedlich: Im Cup-Vergleich leistete der USC anderthalb Stunden Widerstand und hatte die Chance, zumindest einen Satz zu gewinnen.

Die Bundesliga-Partie verloren die Unabhängigen sang- und klanglos. „Das war heftig“, erinnert sich Mittelblockerin Wezorke, „diese Niederlage habe ich wirklich komplett aus meinem Gedächtnis gestrichen.“

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