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Volleyball: 2. Bundesliga Nord Frauen

3:1 beim VCO – BSV Ostbevern behält Berlin in schöner Erinnerung

Ostbevern

Wird das doch noch eine innige Beziehung zwischen dem BSV Ostbevern und Berlin? Mit dem 3:1 beim VC Olympia feierten die Münsterländerinnen im fünften Anlauf den ersten Sieg in der Hauptstadt. „Ein Spiel, aus dem wir Selbstvertrauen ziehen können“, sagte Trainer Dominik Münch.

Was der Trainer Sophia Fallah auch gesagt haben mochte, es war richtig. Die 18-jährige Mittelblockerin wurde in Berlin zweimal als wertvollste Spielerin des BSV geehrt. Foto: Aumüller

Wie schön Berlin ist, durften die Volleyballerinnen des BSV Ostbevern am Sonntagvormittag bestaunen. Der Fahrer des Busunternehmens, das sie am Samstag in die Hauptstadt kutschiert und am Sonntagabend wieder zurück ins Münsterland gebracht hat, kurvte mit der Reisegruppe durch die City und erzählte, was er so alles weiß über die Metropole. Touri-mäßig also alles top.

Nur aus rein sportlichen Gesichtspunkten schien das keine Liebesbeziehung zu werden zwischen den BSV-Frauen und Berlin. Viermal schon hatten sie zwischen November 2019 und dem vergangenen Samstag an der Spree gespielt – und viermal verloren. Am Samstagabend beim 0:3 gegen den BBSC waren sie chancenlos.

Wichtig auch für die Tabelle

Vielleicht aber wird das jetzt doch noch eine kleine Romanze, denn am Sonntagnachmittag gewann der BSV das Kellerduell beim VC Olympia mit 3:1 (23:25, 25:23, 25:20, 25:13). Das war wichtig, nachdem Ostbevern am Tag zuvor kurzzeitig hinter dem VC Allbau Essen zurück auf einen Abstiegsrang in der 2. Bundesliga Nord gefallen war. Am nächsten Sonntag (16 Uhr) gastiert der BSV in Essen.

Und das mit einem guten Gefühl. „Ein Spiel, aus dem wir Selbstvertrauen ziehen können“, sagte Trainer Dominik Münch nach dem Erfolg gegen die Talente des Bundesstützpunktes in Berlin. Das dürfte vor allem auch für Sophia Fallah gelten. Die 18-jährige Mittelblockerin wurde, wie am Samstag, als MVP geehrt.

Nach durchwachsenem Start und einem 0:1-Satzrückstand kämpften sich die Gäste ins Match. Dass es ihr viertes Spiel innerhalb von neun Tagen war, hat man nicht gespürt. „Am Ende war das Ergebnis definitiv auch verdient“, so Münch.

Dominik Münch

Der Druck, der auf die BSV-Frauen lastete, war bis zu Beginn des zweiten Satzes deutlich zu spüren. Im ersten half auch der 5:0-Start nicht. Der VCO wendete das Blatt und behielt in der Crunchtime die Nerven. Im zweiten Durchgang hieß es dann 1:7 und 2:8 aus BSV-Sicht. „Wir haben an einigen Stellen gewackelt, dann haben wir uns reingefuchst. Das Kämpferische war dann da“, sagte der Coach über die folgende Leistungssteigerung. Sein Team drehte den frühen und auch den 16:18-Rückstand zum 1:1-Satzausgleich.

„Unter Druck hat der VCO Fehler gemacht. Wir wurden immer besser“, so Münch. Im dritten Abschnitt setzten sich die Ostbevernerinnen nach einem 14:16-Rückstand ebenso durch wie im vierten Satz, den sie über 12:6 und 17:12 früh klarmachten – und damit Berlin doch noch in schöner Erinnerung behalten.

BSV-Frauen: Pasel, Roer, Strothoff, Hattemer, Fallah, Knight, Mersch-Schneider, Seidel, Kerkhoff, A. Dreckmann, L. Dreckmann, Horstmann, Lüpken.

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