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Volleyball: 2. Bundesliga Nord Frauen

Berlin – Tag und Nacht: BSV Ostbevern will es genießen

Ostbevern

Erst gegen VCO Berlin, dann gegen BBSC Berlin: Der BSV Ostbevern verbringt das Wochenende in der Hauptstadt. Der Aufsteiger will den Trip genießen, auch wenn er sich nach einem Erfolgserlebnis sehnt. „Wir sind noch nicht fertig mit dieser Saison. Wir haben noch etwas vor“, sagt Trainer Dominik Münch.

Ralf Aumüller

Mittelblockerin Wiebke Silge (l.) fährt mit nach Berlin, kann aber nicht spielen. Foto: Aumüller

Am heutigen Freitag gegen 18 Uhr geht es los, am Sonntag im Laufe des Abends kehren die Volleyballerinnen des BSV Ostbevern aus der Bundeshauptstadt zurück. Mit im Bus sitzen knapp 25 Anhänger. Weitere Fans reisen selbst an. „Berlin, ein Doppelspieltag, zwei Übernachtungen im Hotel – dieses Wochenende gehört zu den besonderen Highlights in der Zweitliga-Saison“, sagt Trainer Dominik Münch.

Die Reisegruppe aus dem Münsterland hat sich in einem Hotel zwischen den beiden Spielorten einquartiert – zwischen der Halle im Sportforum (Fassungsvermögen: 1800 Zuschauer) und der Sporthalle Hämmerlingstraße (1400 Plätze). Die Ostbevernerinnen spielen am Samstag (15 Uhr) gegen den VC Olympia Berlin und am Sonntag (14 Uhr) gegen den BBSC Berlin.

Ob die BSV-Frauen auch in der nächsten Saison für Meisterschaftsspiele nach Berlin fahren dürfen, ist seit der jüngsten 0:3-Niederlage gegen RPB Berlin äußerst fraglich. Nach acht Niederlagen in Serie beträgt der Rückstand auf einen Nichtabstiegsplatz sieben Punkte – bei noch sechs Partien. „Wir haben uns darauf geeinigt, dass wir sagen: Wir sind noch nicht fertig mit dieser Saison. Wir haben noch etwas vor und wollen noch etwas erleben“, betont Münch. Die Mannschaft trainiere mit „unverminderter Motivation“. Alle hätten weiter „voll Bock auf die Saison“. Der Coach sagt auch: „Wenn wir überhaupt noch eine Chance auf den Klassenerhalt haben wollen, geht das nur, wenn wir an unsere Chance glauben. Und das geht nur über ein Erfolgserlebnis, dem wir schon seit Wochen hinterherlaufen.“

Vielleicht stellt sich das im ersten Match des Wochenendes ein. Der VCO ist die Talentschmiede des Bundesstützpunktes, die in der 2. Bundesliga Nord auch um Punkte spielt. Der Nachwuchs, geboren zwischen 2001 und 2003, hat von 19 Partien nur zwei gewonnen. In der Hinrunde siegte der BSV mit 3:0. „Wenn es läuft, dann kann die Mannschaft mit ihrer Athletik und ihrer Spielbegeisterung aber jedem Gegner das Leben schwer machen“, so Münch.

Ein ganz anders Kaliber ist der BBSC. Der Tabellenzweite gewann in Ostbevern mit 3:0. „Das hat Berlin clever gemacht“, sagt der BSV-Trainer. „Für mich ist das die Mannschaft der Saison. Sie spielt einen beeindruckenden Streifen und ist noch stärker als in der Hinrunde. Wir haben da gar nichts zu verlieren.“

Die Ostbevernerinnen reisen zwar mit vollem Kader an, aber nicht alle Spielerinnen stehen auch auf dem Feld. Wiebke Silge muss zuschauen. „Es geht nicht anders, sie muss ihren Rücken schonen“, sagt Münch über die Ex-Nationalspielerin. Maike Rüdingloh lag in dieser Woche krank im Bett – ihr Einsatz ist noch offen. Fällt sie aus, bleibt mit Sabrina Roer nur eine gelernte Mittelblockerin. Auch Carolin Auen und Sophia Eggenhaus sind angeschlagen. Zum Kader gehört Lara Spieß, aber kein Talent aus der zweiten Mannschaft.

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