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Volleyball: 3. Liga West Frauen

BSV Ostbevern verspielt beim TV Hörde wohl den Titel

Ostbevern

War’s das mit dem Meistertitel für den BSV Ostbevern? Ein tief enttäuschter Trainer Dominik Münch geht davon aus nach der ebenso überraschenden wie schmerzhaften 0:3-Niederlage beim TV Hörde. Die Dortmunderinnen spielten nur zu siebt und ohne Libera.

Von Ralf Aumüller

Nichts zu machen: Auch BSV-Trainer Dominik Münch konnte dem schwachen Spiel seiner Mannschaft keine Wende geben. Foto: Aumüller

Am drittletzten Spieltag dieser Saison könnte die Vorentscheidung im Titelrennen der 3. Liga West gefallen sein. Während die Volleyballerinnen des BSV Ostbevern am Samstagabend völlig überraschend mit 0:3 (20:25, 22:25, 20:25) beim TV Hörde verloren, übernahm der MTV Hildesheim am Sonntag mit einem 3:0-Sieg beim FCJ Köln II die Tabellenführung. Schwer zu glauben, dass die Norddeutschen diesen Platz an den letzten beiden Spieltagen wieder räumen.

War’s das also im Meisterrennen? Dominik Münch glaubt: ja. „Ich denke schon, dass das die Entscheidung war“, sagte der BSV-Trainer, hörbar frustriert. „Das ist ein sehr enttäuschender Moment, sehr bitter für uns“, klagte er nach einem rabenschwarzen Abend.

Dominik Münch

Was ist passiert in Dortmund? Der Stadtteilclub hatte vorher alle drei Begegnungen der Aufstiegsrunde verloren, Ostbevern hatte alle drei mit 3:0 gewonnen – darunter das Hinspiel gegen Hörde. Die BSV-Frauen kassierten ihre dritte Niederlage im 15. Saisonspiel – eine ebenso unerwartete wie schmerzhafte gegen nur sieben Dortmunderinnen.

„Da ist eine Fülle von Faktoren zusammengekommen“, sagte Münch. Auf jeden Fall die Personalsituation: Lea Dreckmann und Vera Horstmann waren ausgefallen, Hannah Hattemer war noch nicht wieder fit genug, um wirklich helfen zu können. „Uns fehlten die Alternativen. Gravierend war für uns, dass wir im Annahmeriegel nichts ändern konnten“, so der BSV-Coach. Er sei vorm Spiel überzeugt gewesen, auch in dieser Besetzung eine gute Leistung abliefern zu können.

Dominik Münch

Dieses Gefühl hatten offenbar auch die Gastgeberinnen – mit nur einer Auswechselspielerin und ganz ohne Libera. „Sie haben es richtig gut gemacht, hatten klare Vorteile im Aufschlag/Annahmebereich. Man hat gemerkt, dass sie nichts zu verlieren hatten“, so Münch.

Sein Team dagegen wirkte verkrampft. „Das war so ein Tag, an dem viele Steine im Weg lagen und wir nicht stark genug waren, die wegzuräumen“, analysierte Münch. Oder einfacher ausgedrückt: „Wir waren einfach nicht gut drauf, nicht druckvoll genug.“

Und die Gäste zeigten Nerven. Nachdem sie den ersten Satz nach 15:23-Rückstand abgegeben hatten, dominierten sie lange den zweiten Durchgang. Der BSV lag mit 18:12 vorne, um dann noch zu verlieren. „Den Satz hätten wir gewinnen müssen, er ist uns dann aber noch entglitten“, so Münch. Das sei schon der „Knockout“ gewesen. Seine Mannschaft hat sich davon im dritten Abschnitt nicht mehr erholt.

MVP werden Spieß und Kerkhoff

Als wertvollste Kraft des Siegers wurde Ex-BSV-Spielerin Lara Spieß ausgewählt, auf der anderen Seite Sophia Kerkhoff. Am 27. März (Sonntag, 16 Uhr) erwarten die Ostbevernerinnen in ihrem letzten Heimspiel den FCJ Köln II.

Der heftige Rückschlag im Titelrennen heißt noch nicht zwangsläufig, dass sich die BSV-Volleyballerinnen auch von allen Aufstiegsmöglichkeiten verabschieden müssen. Für Münch ist das jetzt aber kein Thema: „Wir sind enttäuscht, dass wir wohl nicht mehr Meister werden. Alles andere ist weit weg.“

BSV-Frauen: Roer, Kerkhoff, A. Dreckmann, Spöler, Knight, Schulte-Döinghaus, Mersch-Schneider, Seidel, Hattemer, Heitkötter, Kolkmann, Struffert.

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