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Volleyball: 2. Bundesliga Nord Frauen

Der Sport und die Psyche – BSV Ostbevern erwartet VfL Oythe

Ostbevern

Nach den Duellen mit den Schwergewichten der Liga erwartet der BSV Ostbevern nun mit dem VfL Oythe einen direkten Konkurrenten. Der Gast mit seiner überragenden Diagonalspielerin liegt Ostbevern dicht im Nacken. Beide Teams haben zuletzt aufhorchen lassen.

-rau-

So entspannt und zufrieden wären BSV-Trainer Dominik Münch (l.) und sein Co Iraj Shirali gerne auch am Sonntag nach dem Spiel. Foto: Kock

Wenn der Sport berechenbar wäre, wäre er langweilig. Wenn die Psyche keine Rolle spielen würde, hätte der Sport keinen Reiz. Wie gehen zum Beispiel die Volleyballerinnen des BSV Ostbevern an die nächsten beiden Aufgaben gegen Oythe und in Hamburg heran – gegen zwei Mannschaften aus der unteren Tabellenhälfte, gegen direkte Konkurrenten im Kampf um den Klassenerhalt?

Zuletzt hatte es der Aufsteiger mit anderen Kalibern zu tun, mit den Großkopferten der 2. Bundesliga Nord. 0:3 gegen Spitzenreiter Borken? Kein Ding, war ja nicht anders zu erwarten. Der 3:2-Sieg zuletzt in Leverkusen? Wow, ein Hammer, was für eine Überraschung! Sind die nächsten Partien jetzt also Pflichtaufgaben für die BSV-Frauen?

Dominik Münch

Nein, nein, protestiert Dominik Münch. „In der 2. Liga müssen wir uns jeden Erfolg hart erarbeiten. Wir müssen wieder ein Topspiel zeigen, wenn wir etwas erreichen wollen“, sagt der BSV-Trainer vor dem Match am Sonntag (16 Uhr) in der Beverhalle gegen den VfL Oythe. Der Gast aus Vechta hat nur einen Sieg und zwei Punkte weniger als Ostbevern.

Damit ihnen das Unterbewusstsein kein Schnippchen schlägt und sie womöglich nicht die Wachsamkeit wie gegen Borken oder Stralsund zeigen, müssen sich die BSV-Frauen nur das jüngste Spiel von Oythe anschauen: 3:0 gegen Köln, auch eher ein Schwergewicht in dieser Klasse.

Dominik Münch

„Das wird eine sehr spezielle Aufgabe“, sagt Münch. „Oythe hat eine erfahrene Mannschaft mit gestandenen Zweitliga-Spielerinnen. Wenn sie merken, dass sie etwas holen können, sind sie unheimlich gallig, unheimlich bissig und sehr zäh.“ Herausragend: Diagonalspielerin und Punktesammlerin Franka Poniewaz, die in sechs der acht VfL-Partien als MVP geehrt wurde. Im Zuspiel bringt die 38-jährige Polin Paulina Brys große Routine mit.

„Oythe hat aber nur einen relativ kleinen Kader“, sagt Münch. Der BSV-Coach dagegen hat wieder alle Möglichkeiten, zu variieren. Esther Spöler hat wegen ihrer Fußverletzung zwar eher zurückhaltend trainiert, ist am Sonntag aber dabei. Ostbevern spielt in voller Besetzung. Ganz klar ein psychologischer Vorteil. Oder?

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