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Volleyball: 3. Liga West Frauen

Lange Tour zum großen Spiel – BSV Ostbevern in Hildesheim

Ostbevern

Der MTV 48 Hildesheim ist noch ungeschlagen, der BSV Ostbevern hat seine letzten beiden Gegner in Grund und Boden geschmettert: Die Voraussetzungen für ein packendes Spitzenspiel sind gegeben. Für den BSV ist es die längste Tour in dieser Saison.

-rau-

Der Trainer am Boden – aber nur vor Freude: So bejubelte Dominik Münch am vergangenen Sonntag den 3:0-Sieg beim direkten Konkurrenten USC Münster II. Foto: Peter Leßmann

Rund zweieinhalb Stunden dauert die Anreise: Die Volleyballerinnen des BSV Ostbevern legen am morgigen Sonntag (Spielbeginn ist um 16 Uhr) mehr als 200 Kilometer zurück. Es ist die weiteste Fahrt in dieser Saison. „Wir fahren mit dem Bus, das ist dann ein bisschen wie zu Zweitliga-Zeiten“, sagt Trainer Dominik Münch. So sei die Tour zum MTV 48 Hildesheim entspannter und auch kommunikativer.

Genug Gesprächsstoff bietet schon allein die spannende Situation in der Vorrundengruppe 2 der 3. Liga West. Ostbevern ist vor dem letzten Hinrundenspieltag Erster, Hildesheim Zweiter, was sich bis Sonntagnachmittag aber noch ändern kann, weil der MTV 48 ein Spiel weniger hat und am heutigen Samstagabend bei SF Aligse antritt. Hildesheim ist noch unbesiegt. „Das ist die große Frage“, sagt Münch. „Wie kommen wir mit einer Mannschaft klar, die Bremen und den USC Münster geschlagen hat?“ Gegen Bremen kassierten die BSV-Frauen mit 1:3 die bislang einzige Niederlage.

Einige Spielerinnen kränkeln

Münch hat den MTV 48 per Video studiert. „Die Mannschaft hat auf mich einen sehr kompakten Eindruck gemacht. Sie ist nicht von der Physis her überragend, aber sehr ausgewogen und athletisch – mit einer eher klassischen Spielanlage.“ Für den BSV-Coach ist das Topspiel „ein total offenes Ding“.

Die Reisegruppe aus Ostbevern wird auf der langen Fahrt Richtung Norden gerne auch über das vergangene Wochenende plaudern. Jeweils mit 3:0 zog das Team den TV Cloppenburg und den USC Münster II ab – zwei ganz starke Vorstellungen. „Ja, wir können uns nicht beklagen. Mit dem aktuellen Stand dürfen wir sehr zufrieden sein“, sagt Münch. Er plant in Hildesheim wieder mit dem vollen Kader, auch wenn einige Spielerinnen etwas kränkeln und womöglich nicht topfit ins Match gehen.

Im Rennen um die drei Plätze für die Aufstiegsrunde zeichnet sich ein packender Vierkampf zwischen Hildesheim, Ostbevern, Bremen und Münster ab. „Vier Mannschaften, die sich fast alle gegenseitig schon geschlagen haben“, so Münch. „Einer fällt raus. Man kann jetzt noch gar nicht absehen, wer das sein wird.“ Am Sonntag beim MTV Hildesheim kann der BSV mit einem Sieg einen weiteren, gar nicht so kleinen Schritt in Richtung Meisterrunde machen. Und auch für die lange Busfahrt wäre solch ein Stimmungsaufheller natürlich Gold wert.

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