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Volleyball: 3. Liga Frauen

Leonie Ottens vom BSV Ostbevern: Wohl eher Sand als Halle

Ostbevern

Nach einem erfolgreichen Beach-Sommer fokussiert sich Leonie Ottens jetzt erst mal auf die Drittliga-Saison mit dem BSV Ostbevern. Grundsätzlich geht ihre Tendenz zu einer Karriere im Sand statt in der Halle. Ganz oben auf der Prioritätenliste steht bei der 16-Jährigen aber zunächst etwas viel Konkreteres – die korrekte Schlagarmtechnik.

Von Niklas Groß

Mit 15 Jahren debütierte Leonie Ottens (Nummer 15) bei den Frauen des BSV Ostbevern in der 2. Liga. Foto: Aumüller

Ob 39 Jahre alt oder 21 jung – Deutscher Meister ist Deutscher Meister. Und weil das Alter im Senioren-Bereich unerheblich ist, sprengt Leonie Ottens schon mal als Juniorin sämtliche Grenzen. Silber bei der U 17-Beachvolleyball-DM steht für Ottens (16) zu Buche – gut, das ist die Altersklasse der gerade 16-Jährigen. Hinzu gesellen sich aber noch Bronze in der U 18-Konkurrenz sowie Silber in der U 19. Alles geholt im August 2021. Kurzum: Ottens’ Chancen, auch einmal bei den „Erwachsenen“ bei einer Deutschen Meisterschaft an den Start zu gehen wie ihre Schwester Lena, „stehen nicht so schlecht“, wie die Nachwuchshoffnung aus Everswinkel selbst sagt.

Mit Emma Sambale (l.) aus München holte Leonie Ottens Silber bei der Deutschen U19-Beachmeisterschaft. Foto: privat

Was ihr fehlt in Relation zu den Großen? „Allen voran Kraft“, sagt Ottens. Mehrmals pro Woche schiebt sie ein, zwei Stunden Krafttraining ein, nachdem sie um 14 Uhr von der Schule heimgekehrt ist. Hinzu kommen drei Volleyball-Trainingseinheiten à zwei Stunden am Abend – im Sommer Beach, gen Winter in der Halle mit den Damen des BSV Ostbevern. Dazwischen Lernen für den Realschulabschluss. Weil am Ende Abi oder Fach-Abi stehen sollen, hat Ottens in Stuttgart angefragt, wo es ein Sportinternat für Beachvolleyball gibt. Auch das Pascal-Gymnasium in Münster ist eine Option. „Ich möchte Sport und Beruf unter einen Hut kriegen, beides ist mir wichtig“, sagt Leonie Ottens, die weiß, dass sich vom Volleyball allein wohl nicht leben lässt. „Ich würde gern etwas mit Biologie machen. Das bereitet mir Spaß.“

Was das Sportliche angeht, geht Ottens’ Tendenz zu einer Karriere im Sand statt in der Halle. „Da habe ich mehr Aktionen und das Spiel ist etwas vielfältiger“, sagt sie, noch ganz unter dem Eindruck einer internationalen Konkurrenz in Berlin, bei der die Nationalkader-Athletin kürzlich für Deutschland startete.

Fürs Erste aber liegt Ottens Fokus wieder auf der Hallenrunde mit Frauen-Drittligist BSV Ostbevern, die Mitte Oktober startet. Mit 14 Jahren hatte sie in der zweiten Mannschaft (Verbandsliga) debütiert, mit 15 in der ersten. In nächster Zeit steht bei Ottens vor allem die korrekte Schlagarmtechnik auf dem Trainingsplan – bei ihr hat sich eine falsche Bewegung eingeschlichen, was Schulterprobleme zur Folge haben kann sowie definitiv zu wenig Druck auf den Ball. Korrekturen, für die Leonie Ottens Zeit bleiben – dem Altersvorsprung sei Dank.

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