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Volleyball: 3. Liga West Frauen

MTV Hildesheim hat schöne Erinnerungen an den BSV Ostbevern

Ostbevern

Daniel Dinter freut sich auf das Topspiel gegen den BSV Ostbevern. Der Trainer war in der Saison 2018/19 noch gar nicht beim MTV Hildesheim im Amt, als die Norddeutschen beide Duelle mit dem späteren Vizemeister gewannen. Jetzt sehen sich die Clubs erstmals wieder.

Von Ralf Aumüller

In der Saison 2018/19, als die BSV-Frauen in die 2. Bundesliga aufgestiegen sind, kassierte Ostbevern nur fünf Niederlagen – zwei davon gegen den MTV Hildesheim. Hier eine Szene aus dem Rückspiel mit Vera Horstmann. Foto: Kock

An den BSV Ostbevern haben die Volleyballerinnen des MTV 48 Hildesheim schöne Erinnerungen. Als sich die beiden Vereine zum letzten Mal in der Liga gegenüberstanden, gewannen die Norddeutschen beide Duelle mit 3:1. Das war in der Saison 2018/19, 3. Liga West. Verrückt dabei: Aufsteiger Hildesheim landete am Ende auf Platz sieben, Ostbevern stieg als Vizemeister in die 2. Bundesliga auf – mit insgesamt nur fünf Niederlagen.

Jetzt sehen sich die Clubs erstmals wieder – auf Augenhöhe, am Sonntag (16 Uhr, Hildesheim) im Spitzspiel der Vorrundengruppe 2 der 3. Liga West. Der Zweite erwartet den Ersten, die Gastgeberinnen haben aber ein Spiel und zwei Punkte weniger als der BSV.

MTV-Trainer Daniel Dinter

Daniel Dinter war 2018/19, als Hildesheim den späteren Aufsteiger zweimal einseifte, noch gar nicht dabei. Er hat das Traineramt bei den MTV-Frauen erst in diesem Sommer übernommen. Der Neue gibt sich selbst überrascht von der derzeitigen Konstellation. „Das hatte ich so vor der Saison nicht erwartet“, sagt der Braunschweiger. Münster und Ostbevern spielen um Platz eins, Hildesheim und Bremen um Rang drei – das sei seine Prognose gewesen.

Jetzt sieht es anders aus. Dinters Damen mischen ganz vorne mit. Gewinnen sie am Samstag das Derby bei SF Aligse (der BSV spielt an diesem Wochenende nur einmal), können sie Ostbevern am Sonntag als Tabellenführer empfangen. Die Konstellation ist spannend: Die drei besten Vereine der Vorrunde ziehen in die Aufstiegsrunde ein, die anderen vier gehen in die Abstiegsrunde. „Es wird ein Vierkampf“, sagt Dinter. „Wer nach der Hinrunde ganz oben steht, ist immer noch nicht durch. Der kann noch durchgereicht werden.“

Am vergangenen Wochenende wurden die Karten neu gemischt. Am Samstag schlug Hildesheim den USC Münster II mit 3:2, am Sonntag siegte dann Ostbevern mit 3:0 bei der Bundesliga-Reserve. „Wir haben die Münsteranerinnen so müde gespielt, dass sie gegen Ostbevern Probleme hatten“, schmunzelt der MTV-Coach.

Junges Trainergespann

Während seine Truppe bislang alle vier Spiele gewonnen hat, musste der BSV schon eine Niederlage gegen den TV Eiche Horn Bremen einstecken. „Ich bin sehr gespannt auf Ostbevern“, sagt Dinter. „Ich hoffe, dass wir gegen Aligse ein paar Körner sparen. Aber das ist ein Derby, Aligse wird heiß sein.“

Ziel in Hildesheim sei das Erreichen der Aufstiegsrunde, erklärt Dinter, der selbst als Libero beim Regionalligisten Vallstedt Vechelde Vikings spielt. „Wenn wir das schaffen, müssen wir erst mal sehen, wie wir dann dastehen.“ Die Mannschaften nehmen nur die Punkte in die Meisterrunde mit, die sie gegen die zwei Konkurrenten geholt haben, die auch dabei sind.

„Wir haben eine sehr homogene Mannschaft, ein bunter Mix“, sagt Dinter. Und der MTV hat ein junges Trainergespann: Dinter ist erst 29 und Co-Trainer Patrice Fankhänel 34. „Wir haben versucht, für neuen Wind zu sorgen“, sagt Dinter. Das scheint zu funktionieren.

Und noch etwas spricht dafür, dass die Hildesheimer Erfolgsserie gegen Ostbevern von 2018/19 weitergehen könnte. Wie der MTV-Trainer mitteilt, fehlen am Samstag gegen Aligse zwei oder drei Spielerinnen. Gegen den BSV aber sei der Kader komplett.

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