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Volleyball: 2. Bundesliga Nord Frauen

Nach einer tollen Leistung in Borken braucht der BSV Ostbevern Trost

Ostbevern

Bei den Skurios Volleys Borken spielte der BSV Ostbevern zwei grandiose Sätze. Beim Meister von 2019 lagen die Gäste mit 2:0 Sätzen und später im Tiebreak mit 12:11 in Führung, mussten am Ende aber von ihrem Trainer getröstet werden.

Ralf Aumüller

BSV-Schnellangreiferin Luisa van Clewe hat in dieser Szene keine Probleme, an Esther Spöler vorbeizuschmettern. Foto: Aumüller

Da machen die Volleyballerinnen des BSV Ostbevern ihr wohl bestes Spiel in dieser Saison, und dann müssen sie am Ende getröstet werden. Die Spielerinnen saßen am späten Samstagabend auf der Bank oder hockten auf dem Hallenboden, als Dominik Münch von einer zur anderen ging. Der BSV-Trainer musste nach einem mitreißenden Match vor allem eines: aufmuntern.

Für ihn war sofort klar, wie die knappe und unglückliche 2:3-Niederlage im Zweitliga-Geisterspiel bei den Skurios Volleys Borken einzuordnen ist. Münch betonte: „Die Enttäuschung darf nicht überwiegen, wir müssen das Positive mitnehmen.“ Das war nach diesem Spielverlauf aber nicht ganz leicht. Die Gäste führten beim Meister von 2019 mit 2:0 Sätzen und später im Tiebreak mit 12:11. „Hätte mir vorher jemand gesagt, dass wir einen Punkt in Borken holen, hätte ich gesagt: Es ist geil gelaufen. Aber jetzt fühlt sich das anders an“, sagte der Coach. Der BSV gewann beim 25:21, 25:15, 20:25, 16:25 und 13:15 den fünften Zähler in dieser Saison, verpasste aber den zweiten Sieg.

Vom Gegner kam Lob. „Das war ein hartes Stück Arbeit. Ostbevern hat gut gekämpft und mit einer tollen Feldabwehr überzeugt. Diese Truppe ist extrem schnell auf den Beinen“, sagte Borkens Teammanager Markus Friedrich. Fest steht: In der Mergelsberg-Sporthalle wäre an diesem Abend der Teufel los gewesen, wenn so viele Zuschauer wie sonst üblich gekommen wären. Rund 700 waren in Borken vor der Corona-Pandemie fast immer drin.

Dominik Münch

Die vereinfachten Wertungen, mit denen sich Sportjournalisten mitunter das Berufsleben leicht machen wollen, greifen bei Münch eher nicht. „Das beste Spiel der Saison? Ich denke nicht in solchen Kategorien“, antwortete der Trainer auf die entsprechende Frage. Aber: „Wir haben noch nie zwei Sätze hintereinander so gut gespielt wie in den ersten beiden. Da haben wir beim Gegner Chaos verursacht.“

Stark im Aufschlag, durchschlagskräftig im Angriff, grandios bis spektakulär in Annahme und Abwehr – so gewannen die Gäste die ersten beiden Durchgänge. Und sie waren stabil: Als Borken im ersten Satz auf 18:20 und 20:23 verkürzte, blieben die BSV-Frauen cool. Als der Gastgeber im zweiten Abschnitt von 11:17 auf 15:17 herankam, antwortete Ostbevern mit einer Aufschlagserie von Vera Horstmann zum 25:17.

Markus Friedrich

„Wir hatten Glück, dass der BSV im dritten Satz etwas nachgelassen hat. Dadurch sind wir überhaupt noch im Spiel geblieben“, bilanzierte Friedrich. „Wir bauen die Phasen aus, in denen wir auf einem hohen Level spielen“, so Münch. „Aber wir können das noch nicht länger durchhalten.“ Das sei kein konditionelles Problem, sondern eine mentale Frage. Borken bestimmte den dritten Satz, in dem beim BSV Marie Kolkmann zu ihrem (kurzen) Zweitliga-Debüt kam, und den vierten Durchgang.

Wertvollste Spielerinnen kommen aus Ostbevern

Im Tiebreak drehte Ostbevern einen 8:11-Rückstand zum 12:11, ehe Lena Dreckmann eine Angabe zum 15:13 für Borken verschlug. Sie brauchte nach diesem Allerweltsfehler am Spielende ganz besondere Zuwendung von ihrem Coach.

Als wertvollste Spielerinnen wurden zwei Ostbevernerinnen gekürt: Vera Horstmann beim BSV und ihre ehemalige Teamkollegin Sophia Eggenhaus bei den Skurios Volleys.

BSV: A. Dreckmann, van Clewe, L. Dreckmann, Horstmann, Rüdingloh, van der Veer, Mersch-Schneider, Seidel, Müller-Scheffsky, Peters, Ottens, Kolkmann, Tewinkel.

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