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WSU und VfL Sassenberg

Haßmann und Hamsen: „Sensibel, aber nicht panisch“

Kreis Warendorf

Für Daniel Haßmann, Trainer der Verbandsliga-Handballerinnen des VfL Sassenberg und Stefan Hamsen, Übungsleiter der WSU Landesliga Männer ist klar, dass alle spielen wollen. Dennoch müsse man sensibel mit der Situation umgehen.

Christian Havelt

WSU-Trainer Stefan Hamsen mahnt Sensibilität an, ohne Panik zu verbreiten. Foto: Archiv

„Die meisten Ansteckungen passieren nicht im Amateursport“, ist sich Daniel Haßmann, Trainer der Verbandsliga-Handballerinnen des VfL Sassenberg sicher. „Wir haben noch nicht darüber gesprochen, mit dem Training auszusetzen oder die Saison vielleicht nicht weiterzuspielen. Vielleicht denkt man auch erst um, wenn man selbst in der Situation war.“ Für Haßmann ist aber klar, dass auch im Sport, jeder Verantwortung trägt. „Wir wollen alle spielen. Wir gehen die Sache sensibel an, sind aber nicht panisch“, sagt der Übungsleiter.

„Wenn man ein Zeichen setzen will ist die Entscheidung aus Roxel sicherlich richtig, für den Sport ist es das nicht.“ Viel eher sieht Haßmann die Verantwortung, durch Einhaltung aller Vorschriften und Hygieneregeln dafür zu sorgen, „dass der Handball-Lockdown möglichst verhindert wird.“

„Grundsätzlich nachvollziehen“, kann auch Stefan Hamsen, Chef der Landesliga-Männer der Warendorfer Sportunion die Entscheidung des Roxeler Teams. „Wenn man mal in Quarantäne war, wird man, so glaube ich, sensibler für das Thema. Allerdings wäre es dann konsequenter von Roxel gewesen, die Saison sofort zu beenden und sich nicht noch ein Hintertürchen offenzuhalten.“ Das Kontaktsport nicht völlig gefahrlos möglich sein kann, ist ihm durchaus bewusst: „Wir haben keine Panik. Es bleibt immer ein Restrisiko, das ist bei uns auch jedem klar.“

Deshalb hat der WSU-Übungsleiter auch jedem seiner Schützlinge selber überlassen, ob er trainieren und spielen möchte, oder nicht: „Wenn sich jemand mit der Situation nicht wohlfühlt, darf er gerne pausieren. So haben wir das in der Mannschaft abgesprochen. Bisher hat sich keiner gemeldet, der nicht spielen will.“

Insgesamt nimmt er aber den kompletten Verein inklusive der Teams in die Pflicht, zudem hat er den ganz kurzen Draht. Mit Frauentrainer Malte Stukenbrok und Abteilungsleiter Jan Kolodzei spielen nämlich zwei Mit-Entscheidungsträger bei ihm. „Wir werden die Situation sensibel im Auge behalten und sind im ständigen Austausch“, sagt WSU-Coach Hamsen. „Wenn wir irgendwann der Meinung sein sollten, ein Spiel- und Trainingsbetrieb wäre nicht mehr zu verantworten, dann würden wir auch nicht auf Teufel komm raus auf eine Entscheidung des Verbandes warten. Da ist dann einfach gesunder Menschenverstand gefragt.“

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