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Reiten: Indoor-Auftakt in Beckum

Perfekter Hallenstart für Ettwig

Beckum

Die Hallensaison 2021/22 im Kreis Warendorf ist eröffnet. Denn den Auftakt machte das Reitturnier in Beckum – und dort war mit Hannah Ettwig auch eine Reiterin vom RFV Warendorf ziemlich erfolgreich.

Von Thomas Hartwig

Gelungene Vorstellung: Hannah Ettwig vom RFV Warendorf lieferte mit Camilleri in den beiden A-Springen des Beckumer Herbstturniers zwei erfolgreiche Runden ab. Foto: Hartwig

Wäre es nur nach dem Wetter gegangen, hätte das erste Hallenreitturnier der Saison 2021/22 des Kreises Warendorf getrost im Freien stattfinden können. Denn das Herbstturnier des Beckumer Reitervereins wurde von einem „Goldenen Oktober“ verwöhnt.

Den Auftakt machten zwei Springprüfungen der Klasse A. Während die erste Prüfung auf Ein-Sterne-Niveau als Stilspringen ausgeschrieben war, ging es in der zweiten Prüfung auf Zwei-Sterne-Niveau ausschließlich um Fehler und Zeit.

Möllenhoff im Stilspringen vorne

Mit einer glatten 8,0 setzte sich im Stilspringen Chiara Möllenhoff (RV Lippborg-Unterberg) mit Bandito BO durch. Knapp dahinter landete Kristin Dutz (RV Oelde) mit Honeymoon auf Platz zwei. Den dritten Platz teilten sich Mona Kobrink (RV Oelde) mit Lord Ludwig und Beeke Müller (Beckumer RV) mit Betsy Blue (jeweils 7,8).

Zweiter Platz für Ettwig

Der Sieg in der Zwei-Sterne-Prüfung ging an Angela Gruppe (Ländlicher RV Gelsenkirchen-Buer), die mit Quitell in 57,57 Sekunden den schnellsten fehlerfreien Ritt präsentierte. Zweite wurde hier Hannah Ettwig (RFV Warendorf) mit Camilleri (0/58,69). Die 14-Jährige hatte bereits zuvor mit ihrem Wallach eine gute Platzierung im Stilspringen erritten. Platz drei ging an Finn Fillbusch (RFV Ostönnen) mit Pirano (0/61,69).

Auffällig in dem Springen war die hohe Anzahl von Teilnehmern mit Zeitstrafpunkten. Dies konnte Parcourschef Hermann Cortemme jedoch gut erklären: „Gerade bei den ersten Hallenturnieren sehen wir dieses Phänomen regelmäßig, da die Reiter bis dahin fast ausschließlich auf den Außenplätzen trainiert haben. Bei einem Parcours in der Halle, bei dem die Pferde sich im Tempo von alleine etwas zurücknehmen, kommen sie dann oft nicht mit der vorgegebenen Zeit zurecht.“

Amateure erst in der zweiten Jahreshälfte am Zug

Der erfahrene Parcourschef, der sich ehrenamtlich auch im Kreisreiterverband Warendorf engagiert, freute sich über das spezielle Turnierkonzept in Beckum, das sich hauptsächlich an Amateure und Nachwuchsreiter richtete: „Der Amateur-Turniersport hat coronabedingt in den beiden letzten Jahren sehr gelitten. Während die Profis auch in diesem Jahr schon wieder relativ früh an den Start gehen konnten, mussten die Amateure lange warten und kamen erst in der zweiten Jahreshälfte zum Zug. Doch gerade in diesem Bereich ist Wettkampf-Routine für Reiter wie Pferde wichtig.“

Sieg für Füser

Einen guten Eindruck hinterließ auch Lennard Füser vom gastgebenden Verein. Der 14-Jährige siegte mit seiner Stute Cinderella im Stilspringen-Wettbewerb mit der Note 8,2. Emotionaler Höhepunkt des ersten Tages war die Dressurprüfung der Klasse A für Mannschaften. Nicht weniger als zehn Teams gingen an den Start. Unter dem Team-Namen „Die chaotischen Vier“ siegte die kombinierte Equipe des RZFV Ennigerloh-Neubeckum und des RFV Ostbevern mit der Gesamtnote 7,9.

Frühes Aufstehen war am Sonntag für die Teilnehmer der Dressurreiterprüfung der Klasse L angesagt, die um 8 Uhr begann. Anders als in einer normalen L-Dressur entscheidet bei der Dressurreiterprüfung vermehrt der Sitz und die Einwirkung des Reiters über die Notenvergabe. Mit Ramona Müller und Big City Life kam hier ein weiteres Siegerpaar (WN 7,6) aus den Reihen des RV Beckum.

Beste Teilnehmerin aus dem Kreis Warendorf in der Dressurreiterprüfung der Klasse A war Petra Schröer (Beckumer RV), die mit Der Dieter Dritte wurde (7,4).

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